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Bergedorf bittet am Wochenende zum „Denkmal als Chance“

Die Hamburger Sternwarte ist als offenes Denkmale ab dem 11. September mit digitalen Angeboten vertreten.

Die Hamburger Sternwarte ist als offenes Denkmale ab dem 11. September mit digitalen Angeboten vertreten.

Foto: Ulf-Peter Busse

Tag des offenen Denkmals vom 11.-13. September. Veranstalter haben Programm angepasst. Im Bezirk beteiligen sich acht Einrichtungen.

Bergedorf/Hamburg. Mehr als 100 historische Stätten laden am Wochenende vom 11. bis 13. September ein, Hamburgs und Bergedorfs Denkmallandschaft zu erkunden. Viele Denkmale sind normalerweise nicht öffentlich zugänglich und nur an diesem Wochenende für Interessenten geöffnet.

Das Programm unter dem Motto „Denkmal als Chance“, von den Veranstaltern flexibel an die Gegebenheiten der Corona-Pandemie angepasst, ermöglicht mit vielen Freiluftbesichtigungen und Radtouren, Hamburgs Denkmale zu erleben. Allein im Bezirk Bergedorf beteiligen sich acht Einrichtungen an dem Aktionswochenende. Wegen der Corona-Einschränkungen ist meist eine Anmeldung erforderlich.

In Allermöhe kann das Hufnerhaus am Moorfleeter Deich 483 besichtigt werden, eines der letzten Vertreter des großen niederdeutschen Hallenhauses in Hamburg. Große Teile des Innenlebens stammen aus der Renaissance-Zeit um 1550. In dem 2015 vor dem Verfall geretteten Haus entsteht das Zentrum der Jugendbauhütte Hamburg. Führungen am 12. September von 11 bis 17 Uhr, Anmeldung unter mail@jc-kottmeier.de.

Das reetgedeckte Haus Anna Elbe am Altengammer Hauptdeich 82 ist ebenfalls ein Hufnerhaus, wird von Stefan und Tatjana Timmann für Kulturevents und als Ferienhaus betrieben. Geöffnet: 13. September, 14 bis 18 Uhr, Führungen nach Anmeldung: info@haus-anna-elbe.de.

Das Bergedorfer Schloss, ehemals Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert, ist an allen drei Tagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen am Sonntag um 13 und um 14.30 Uhr nach Anmeldung unter Telefon 428 91 25 09.

Das Maler- und Lackierer-Museum am Billwerder Billdeich 72 ist am 12. und 13. September von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Es dokumentiert die 800-jährige Geschichte des Malerhandwerks. Führungen an beiden Tagen um 12, 14 und um 16 Uhr nach Anmeldung, Tel. 34 38 87.

In Curslack zeigt das Freiluftmuseum Rieck-Haus am Curslacker Deich 284 mehr als 500 Jahre Vier- und Marschländer Kultur. Geöffnet ist am 13. September von 10 bis 17 Uhr, Führungen um 13 und um 14.30 Uhr nach Anmeldung unter Tel. 723 12 23.

Die Kirche St. Severini am Kirchenheerweg in Kirchwerder mit ihrem gotischen Spitzbogenportal kann am 13. September von 11 bis 17 Uhr besucht werden, Führungen in dieser Zeit nach Anmeldung unter buero@st-severini.de.

Hof Eggers am Kirchwerder Mühlendamm 5 ist heute ein Biohof mit fünf denkmalgeschützten Gebäuden. Geöffnet am 12. und 13. September von 11 bis 18 Uhr, Führungen: Sonnabend 15 Uhr, Sonntag 12 und 14.30 Uhr – nach Anmeldung bei info@hofeggersinderohe.de.

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme am Jean-Dolidier-Weg ist geöffnet am 11. September, 9.30 bis 16 Uhr, 12. und 13. September, 12 bis 19 Uhr. Führung am 12. September, 14 Uhr, nach Anmeldung unter stiftung@gedenkstaettenhamburg.de.

Drei weitere Teilnehmer sind ausschließlich mit digitalen Angeboten dabei. Sie sind zu finden ab 11. September um 12 Uhr unter der Internetadresse www.denkmalstiftung.de/denkmaltag.

Der Vierländer Gemüseewer an der Serrahnstraße 1 in Bergedorf ist ein historisch fundierter Nachbau der mittelalterlichen Transportschiffe, mit denen die Region seit dem Mittelalter mit Gemüse, Obst, Holz und mehr versorgt wurde.

Das Luisen-Gymnasium am Reinbeker Weg 76 wurde um 1930 als Mädchenoberschule errichtet, punktet mit Schmuckmauerwerk mit Vierländer Motiven und Bronzegruppe „Tanzende Vierländer“.

Die Hamburger Sternwarte an der August-Bebel-Straße 196 steht seit 1996 unter Denkmalschutz und ist seit 2008 nationales Denkmal. Sie dient der astronomischen Forschung der Universität.