Wohnen und Gewerbe

Planungen fürs Dello-Areal am Sander Damm sollen starten

Der Plan zeigt die vier wichtigen Punkte der Fläche. Sie sollen gesondert betrachtet werden.

Der Plan zeigt die vier wichtigen Punkte der Fläche. Sie sollen gesondert betrachtet werden.

Foto: Darstellung : Magna Real Estatte und Schenk Fleischhaker Architekten

Parallel zum neuen B-Plan müssen Ideen gesammelt werden, wie etwa die Bebauung am Schleusengraben und am Sander Damm aussehen soll.

Bergedorf.  Tausende Autos rollen täglich an diesem prominenten Leerstand vorbei: Vor gut neun Monaten schloss das Autohaus Opel Dello am Sander Damm seine Türen. Nachdem das Areal danach wie berichtet an einen Investor verkauft wurde, kann nun mit den Zukunftsplänen begonnen werden: Für das Grundstück zwischen Sander Damm, Schleusengraben und dem Wohngebiet Glasbläserhöfe soll ein Bebauungsplanverfahren starten. Der Stadtentwicklungsausschuss muss darüber in seiner kommenden Sitzung (12. August, 18 Uhr, Rathaus) befinden.

Alter Bebauungsplan sieht nur Gewerbe vor

Wohnungen und Gewerbe könnten auf der etwa 7700 Quadratmeter großen Fläche entstehen – sofern der alte Bebauungsplan ersetzt wird. Denn er sieht nur Gewerbe vor, nötig wäre aber ein Mischgebiet. Doch eine städtebauliche Entwicklung in dieser Lage ist nicht einfach, da das Areal in einem komplizierten Dreieck liegt: Es geht gleichermaßen um eine funktionierende Bebauung zur Hauptstraße (Sander Damm) als auch zu den Wohnungen und dem Gewerbe an der südlichen Kante (Bereich Glasbläserhöfe). Hinzu kommt die Lage zum Schleusengraben im Osten.

Geplant ist derzeit grob eine Bebauung, mit der eine „Hoflage“ erzeugt wird. Vier Bereiche sollen nun – „begleitend“ zum B-Planverfahren – besonders betrachtet werden. Zum einen der Bereich des jetzigen Autohauses, der ein „Entree und Gelenk“ zum Quartier sein soll. Außerdem das Areal daneben, weiter unten am Schleusengraben. Dort wird künftig der öffentliche Fuß- und Radweg verlaufen, auch unter dem Sander Damm entlang. Hier, beim künftigen Wohngebiet, soll nun geschaut werden, wie ein dunkler Brennpunkt so nahe an der Sander-Damm-Unterführung vermieden werden kann. Gewünscht ist eine offene Freifläche, zu der sich die Wohnungen ausrichten.

Am Sander Damm braucht es eine „klare Raumkante“

Betrachtet werden soll auch der westliche Bereich zum Weidenbaumsweg. Dort soll es ebenfalls ein städtebaulich interessantes Entree geben. Und schließlich soll es darum gehen, die Bebauung zum Sander Damm hin geeignet zu gestalten. Dabei geht es nicht nur um eine hübsche Fassade mit einer „klaren Raumkante“. Es geht auch schlicht um Normen und Qualitätsanforderungen hier an der Hauptstraße.

Zahlreiche weitere Einzelheiten gilt es im Verfahren zu klären, etwa die genaue Abgrenzung des Planungsareals. Derzeit ist ein westlich angrenzendes städtisches Grundstück mit eingeschlossen, das unter anderem genutzt werden könnte, um das neue Mischgebiet anzubinden – mit einem Knotenausbau am Weidenbaumsweg/Sander Damm.