Öffentlicher Nahverkehr

Bushaltepunkte für den „Schilfpark“ in Bergedorf

Am Schleusengraben stehen bereits die ersten Haltestellenschilder.

Am Schleusengraben stehen bereits die ersten Haltestellenschilder.

Foto: Pia Borchers / pia Borchers

Zuerst ein Pendelbus, dann Integration in drei Linien: VHH schließt das Quartier an sein Netz an. Schulkindern nutzt das wenig.

Bergedorf. Endlich: Das Neubaugebiet Schilfpark bekommt bald an der Straße „Am Schleusengraben“ eine Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr. An der Straße wurden kürzlich drei Bushaltestellenbereiche für „Einstieg“, „Überlieger“ und „Ausstieg“ eingerichtet.

Was es damit genauer auf sich hat, erläutert Susanne Rieschick-Dziabas von den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH). Die Marketing-Leiterin bestätigt, dass dort bis zum Fahrplanwechsel zunächst ein Pendelbus zwischen Am Schleusengraben und Bergedorfer Bahnhof eingerichtet wird. „Dieser wird alle 30 Minuten fahren“, erklärt Susanne Rieschick-Dziabas.

Erstmal wird nur am Laserzentrum gehalten

Nachdem nun die Beschilderung steht, warten die VHH noch auf die Konzession durch die zuständige Behörde für Verkehr und Mobilitätswende. Dies kann bis zu sechs Wochen dauern.

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Der Pendelservice zwischen Bahnhof und Schleusengraben soll zunächst bis zum 18. Dezember 2020 geboten. Danach soll die neue Haltestelle in die Linien 221, 231 sowie 123 integriert werden. „Dann fahren die Linienbusse im 20-Minuten-Takt zum Schleusengraben“, sagt die VHH-Sprecherin. Die Busse halten also vorerst im Bereich Laserzentrum, nicht bei den Wohnblocks (etwa 350 Bewohner). Eine Busdurchfahrt dort genehmige die Polizei aktuell nicht, so Sprecherin Rieschick-Dziabas. Grund seien die dortigen Bauarbeiten. Im nächsten Frühjahr könne sich das aber ändern.

Pendelbus löst Schulweg-Problematik nicht

Offenbar nicht vertieft haben VHH und Bezirksamt die von Bergedorfs Baudezernent Uwe Czaplenski im Herbst 2019 ins Spiel gebrachte Idee eines Schulbustransfers. Czaplenski wollte gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen eine Direktverbindung für Kinder vom Schilfpark beispielsweise zur Grundschule Nettelnburg einrichten. Die Lütten müssen derzeit große Umwege über den viel befahrenen Curslacker Neuen Deich und Sander Damm bewältigen, da die Fußgängerbrücke über den Schleusengraben noch immer fehlt. Der Bezirk sollte die Kosten für den viermal am Tag angebotenen Transfer übernehmen. Zumindest so lange, bis die Brücke vom „Schilfpark“ über den Schleusengraben bis nach Nettelnburg endlich gebaut wird.

Da hilft auch der neue Pendelbus zum Bahnhof nicht wirklich weiter. Aber Susanne Rieschick-Dziabas verspricht: „Wir nehmen auch Schulkinder mit.“