Weiterer Leerstand?

„Esprit“-Store droht in Bergedorf das Aus

Dem Esprit-Store im Sachsentor droht das Aus. Bereits 2019 war das Geschäft aus dem CCB ausgezogen.

Dem Esprit-Store im Sachsentor droht das Aus. Bereits 2019 war das Geschäft aus dem CCB ausgezogen.

Foto: Thomas Voigt

Hälfte der Geschäfte in Deutschland schließt. Schicksal des Geschäfts im Neuen Mohnhof ist noch nicht besiegelt, Mitarbeiter bangen.

Bergedorf. Die Kundenzahl in den Modegeschäften von Esprit ist geringer geworden, und das nicht erst seit Corona. Die Erfolgsmarke aus den 80er-Jahren muss drastische Einschnitte vornehmen, um weiter am Markt zu bestehen. Das Unternehmen baut in den kommenden Monaten etwa 1200 seiner 6000 Stellen ab, davon 1100 in Deutschland, 100 am Standort Hongkong.

In Bergedorf hat bereits im vergangenen Jahr der Esprit-Store im CCB geschlossen, das Schicksal des zweiten Geschäfts im Neuen Mohnhof am Ende des Sachsentors ist noch nicht besiegelt. Dort bangen nun die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Unterdessen fürchten Modefreunde in Bergedorf, nach der angekündigten Schließung von Karstadt nun mit Esprit eine weitere Einkaufs-Option zu verlieren. Rund 50 der etwa 100 Esprit-Stores in Deutschland sollen bis Ende Oktober schließen. Laut Unternehmenssprecherin Claudia Junge verhandelt Esprit derzeit den Personalabbau mit den Betriebsräten. Erst nach Abschluss der Gespräche könne entschieden werden, welche Standorte erhalten bleiben und welche schließen müssen.

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Esprit-Store in Bergedorf muss möglicherweise schließen

Esprit hatte im April bei Gericht ein Schutzschirmverfahren beantragt, um der drohenden Insolvenz vorzubeugen. Bei so einem Verfahren werden Zwangsvollstreckungen durch Gläubiger in der Regel untersagt oder einstweilen eingestellt. Der dem Gericht jetzt von Esprit vorgelegte Restrukturierungsplan soll jährlich mehr als 100 Millionen Euro einsparen.