Pfefferspray eingesetzt

Folgenschwere Schlägerei im EKZ Binnenfeldredder

Der Verletzte wird vom Notarzt betäubt, seine Schulter wieder eingekugelt.

Der Verletzte wird vom Notarzt betäubt, seine Schulter wieder eingekugelt.

Foto: christoph leimig / Christoph Leimig

Eine eher alltägliche Personenkontrolle der Polizei ist in der Nacht zu Sonntag im Einkaufszentrum Binnenfeldredder eskaliert.

Lohbrügge. Nicht lange vor Mitternacht wollte dort eine Polizeistreife die Personalien von vier jungen Leuten feststellen, nachdem diese sich recht lautstark verhalten und Anwohner sich bei der Polizei beschwert hatten. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde einer der Männer, ein 23-Jähriger, schnell aggressiv, verweigerte die Herausgabe eines Ausweisdokuments, beschimpfte und beleidigte die beiden Beamten. Auch eine 18-jährige Frau aus der Gruppe stimmte in die Beschimpfungen ein.

Bei dem Versuch der Polizisten, den aggressiven Mann festzunehmen, begann dieser um sich zu schlagen und nach den Polizisten zu treten, die daraufhin per Funk Verstärkung anforderten. Doch auch als eine zweite Polizeistreife eintraf, gab der 23-Jährige seinen massiven Widerstand nicht auf, während die Frau für kurze Zeit den Ort des Geschehens verließ.

Polizei kugelt Randalierer die Schulter aus

Gegen den renitenten Mann setzte die Polizei schließlich Pfefferspray ein, das auch seine beiden Begleiter in die Augen traf. Bei der darauf folgenden heftigen Rangelei kugelten die Polizisten dem 23-Jährigen die Schulter aus. Ein alarmierter Notarzt setzte den Verletzen unter Narkose, kugelte den Arm wieder ein, danach brachte ein Rettungswagen ihn ins Unfallkrankenhaus Boberg.

Noch während dieses Einsatzes kehrte die 18-jährige Frau an den Tatort zurück, sodass die Polizei nun ihre Personalien feststellen konnte. Auch einer der Polizisten wurde bei dem Einsatz verletzt, setzte seinen Dienst aber fort.