Neuallermöhe

Kunstwerk „Stammplatz“ geht in Flammen auf

Einsatzkräfte löschen das Feuer mit Wasser aus dem See - doch das Kunstwerk ist nicht mehr zu retten.

Einsatzkräfte löschen das Feuer mit Wasser aus dem See - doch das Kunstwerk ist nicht mehr zu retten.

Foto: foto / Christoph Leimig

Das 2012 für 43.000 Euro errichtete Holzbauwerk Düsseldorfer Künstler ist nicht mehr zu retten. Die Polizei ermittelt.

Neuallermöhe.  Für 43.000 Euro war er 2012 gebaut worden. Nun ist der „Stammplatz“ am Westensee – ein hölzernes Kunstwerk der Düsseldorfer Kunstakademie – niedergebrannt. Am frühen Donnerstagmorgen, 4.30 Uhr, waren Feuerwehren an die Hans-Stoll-Straße gerufen worden. Da stand das etwa zehn mal drei Meter große Werk längst unrettbar in Flammen. Mit Wasser aus dem See wurde das Feuer gelöscht. Im Einsatz waren dabei neben der Berufsfeuerwehr Bergedorf auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Nettelnburg und Allermöhe-Billwerder.

Brandexperten des LKA 45 haben die Ermittlungen übernommen

Die Brandursache ist laut Polizei unklar, Hinweise auf einen Verursacher gebe es nicht. „Das LKA 45 hat die Ermittlungen übernommen“, so ein Polizeisprecher.

Jeannette Winter vom Verein „Kokus“ ist geschockt. Der Verein – ein Zusammenschluss von Bauherren in Neuallermöhe-West, die die Kunst im öffentlichen Raum fördern – hat das Projekt einst finanziert. Seit 2002 wurden durch „Kokus“ diverse Kunstwerke im Stadtteil aufgestellt – der „Stammplatz“ war im Juni vor acht Jahren das letzte Werk. „Traurig“ sei der Verlust, so Jeanette Winter. „Wir werden nun Anzeige erstatten müssen.“

Drei Tage bauten die Künstler an dem Werk

Künstler Micky Damm und seine drei Kollegen von der Kunstakademie Düsseldorf hatten im Jahr 2012 etliche Tage an dem Werk gebaut. Mit Motorsägen wurden die Douglasienstämme bearbeitet, bis in der Mitte des von Stahlträgern gehaltenen Stapels eine kleine „Bühne“ mit malerischem Seeblick entstanden war.

Der Künstler freute sich damals darauf, sein Werk nach einigen Jahren „ergraut“ wiederzusehen – während andere bereits unkten, die hölzerne Kunst werde wohl schnell zu Feuer gemacht werden. Acht Jahre später ist diese Prophezeiung nun eingetreten.