Corona-Beschränkungen

Ein Vatertags-Wochenende unter Aufsicht der Polizei

Eingeschränkte Vatertag-Touren: Zwar sind bis zu zehn Personen erlaubt, aber nur aus zwei Haushalten. Zudem herrscht an öffentlichen Plätzen Grill- und Picknick-Verbot.

Eingeschränkte Vatertag-Touren: Zwar sind bis zu zehn Personen erlaubt, aber nur aus zwei Haushalten. Zudem herrscht an öffentlichen Plätzen Grill- und Picknick-Verbot.

Foto: BGZ

Kontaktbeschränkungen und Versammlungsverbot sind nur leicht gelockert. Gaststätten unter strengen Auflagen geöffnet.

Bergedorf. Das Himmelfahrts-Wochenende dürfte zum ersten Härtetest für die (gelockerten) Corona-Beschränkungen werden: Mit dem Vatertag zum Start, erwarteten 20 Grad, wenig Wind und wohl viel Sonne dürfte mancher vor allem die Abstandsregeln und das Versammlungsverbot nicht immer penibel einhalten. Entsprechend verstärkt wird die Polizei unterwegs sein, neben Peterwagen auch mit vielen Fußstreifen an Treffpunkten wie dem Schlosspark oder dem Fähranleger in Zollenspieker Präsenz zeigen. „Wir achten darauf, dass die Hygieneregeln eingehalten werden und keine Menschenansammlungen entstehen“, sagt Polizeidirektor Olaf Sobotta, Chef des Bergedorfer Kommissariats, das für dieses lange Wochenende durch Kräfte der Landesbereitschaft verstärkt wird.

Polizei verstärkt auf Streifendienst

Größere Probleme erwartet er trotz mancher Vatertagstour nicht: „Die Bergedorfer haben sich in den vergangenen Wochen sehr vernünftig verhalten. Das wird auch dieses Wochenende nicht anders sein.“

Novellierte Corona-Verordnungen bieten nur kleine Freiheiten

Die Vorgaben der zuletzt am Montag novellierten Corona-Verordnung setzen dem Spaß klare Grenzen. So gilt grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern, und es dürfen sich maximal zehn Personen in einer Gruppe aufhalten. Für sie gilt zudem: Alle müssen aus einem oder maximal zwei Haushalten stammen. Auch ist das Grillen oder Picknicken an öffentlichen Orten untersagt. Restaurants und Biergärten dürfen allerdings unter strengen Vorgaben öffnen.

In Restaurants und Biergärten ist vieles anders

„Das hat am vergangenen Wochenende schon gut geklappt“, sagt Oliver Kahle vom Zollenspieker Fährhaus. „Es ist aber ziemlich vieles sehr anders, als gewohnt.“ So muss jeder Gast mit Namen, Adresse, Telefon und genauer Uhrzeit seines Besuchs samt Tischnachbarn notiert werden, damit im Fall einer späteren Corona-Diagnose alle Kontaktpersonen ermittelt werden können. „Von den ersten paar Tagen seit der Öffnung am 13. Mai habe ich schon einen dicken Ordner“, sagt Kahle, der die Daten vier Wochen aufbewahren muss.

Einlasskontrolle am Zollenspieker Fährhaus

Für den Zugang zum Fährhaus, seinen Restaurants, dem Biergarten und der Bar müssen Besucher eine Einlasskontrolle passieren, die ihnen einen Platz zuweist. Dort darf der Mundschutz abgenommen werden, sonst ist er zwar nicht Pflicht, wird aber dringend empfohlen. Durch die Abstandsregeln muss Kahle auf rund ein Drittel seiner Plätze verzichten, was noch ein vergleichsweise guter Wert ist, denn das Fährhaus hat sehr große Flächen. Viele Gastronomen mit beengteren Verhältnissen können nur noch die Hälfte der Gäste bewirten.

Polizei will mit Augenmaß kontrollieren

Auch ihre Maßnahmen überprüft die Polizei stichprobenartig. Doch die handelt hier wie im öffentlichen Raum mit Augenmaß, sagt Sprecherin Sandra Levgrün: „Bislang haben die Menschen Verständnis, wenn wir sie ansprechen. Sie folgen zum ganz überwiegenden Teil unseren Anordnungen.“