Eigentümerwechsel

Bethesda Krankenhaus will mit Agaplesion-Konzern verhandeln

Der Rettungshubschrauber Christoph-Hansa landet am Bethesda-Krankenhaus in Bergedorf (Archivfoto)

Der Rettungshubschrauber Christoph-Hansa landet am Bethesda-Krankenhaus in Bergedorf (Archivfoto)

Foto: NEWS & ART

Bergedorfer Klinik wird künftig möglicherweise zum Agaplesion-Konzern gehören. Gespräche über eine neue Struktur sollen geführt werden.

Bergedorf. Die Klinik will die Mitarbeiter am Montag über mögliche Veränderungen in der Eigentümerstruktur informieren. Agaplesion ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft, die überwiegend einer diakonischen Stiftung in Frankfurt am Main gehört. Dem Krankenhaus-Konzern Agaplesion gehört bereits das Diakonie-Klinikum in Eimsbüttel.

Die Meldung des NDR, wonach das Bethesda Krankenhaus an den Konzern Agaplesion verkauft werden soll, wird von Prof. Dr. Eberhard Meincke dementiert. Der Vorstandsvorsitzende der evangelischen Stiftung Bethesda, die Träger der Klinik am Glindersweg ist, stellt auf Nachfrage der Bergedorfer Zeitung klar, dass es „maximal um eine Kooperation mit einem Partner“ gehe.


Konkret habe die Klinik zu einer Mitarbeiterversammlung für kommenden Montag eingeladen, „bei der wir darüber informieren wollen, dass wir überlegen, Gespräche mit Agaplesion aufzunehmen. Sie haben noch nicht mal begonnen. Und wenn es dazu kommen sollte, wird es auch nicht über einen Verkauf gehen.“

Über die Hintergründe und einen Zeitrahmen äußerte sich Meincke nicht. „Drei Dinge stehen aber heute schon fest: Wir als Stiftung bleiben im Boot, es würde also allenfalls eine Kooperation gehen. Zudem bleibt das Bethesda Krankenhaus an seinem angestammten Standort in Bergedorf. Und keiner unserer Mitarbeiter braucht sich um seinen Arbeitsplatz Sorgen zu machen.“

Connie Gudert, Sprecherin des Bethesda-Krankenhauses wollte sich auf Anfrage der Bergedorfer Zeitung noch nicht zu möglichen Veränderungen äußern. Es werde eine Stellungnahme vorbereitet.

Die genauen Hintergründe der Gespräche sind noch unklar. Vermutlich stehen wirtschaftliche Erwägungen dahinter. So können Verwaltungskosten in Klinikgruppen geteilt werden, die bei Einzelhäusern voll auf den jeweiligen Klinikbetrieb anzurechnen sind. Für die Beschäftigten dürfte sich aber nach Angaben der Gewerkschaft ver.di erst einmal nichts ändern, berichtet der NDR. Bei Agaplesion gäbe es den gleichen Tarifvertrag wie im Bethesda.