Im 18. Jahr

Bergedorfer Musiktage: Eine Konzertreihe erfindet sich neu

Farhang Logmani bewahrt auch Opern-Kulissen in seinem Haus in Wentorf auf. Die für Mozarts „Hochzeit des Figaro“ hat Gattin Sigrid Logmani gemalt.

Farhang Logmani bewahrt auch Opern-Kulissen in seinem Haus in Wentorf auf. Die für Mozarts „Hochzeit des Figaro“ hat Gattin Sigrid Logmani gemalt.

Foto: Thomas Voigt

Mit einem ganzen Bündel an Überraschungen kündigen sich die Bergedorfer Musiktage in ihrer 18. Spielzeit an.

Bergedorf. Erste Neuheit: Das traditionelle Auftaktkonzert mit der Bergedorfer Kantorei und dem Hamburger Barockorchester erklingt bereits am Sonntag, 29. März, in der Kirche St. Petri und Pauli – zwei Monate früher als in den vergangenen Jahren.

Nicht ohne das Bundesjugendballett

„Wir hatten ursprünglich vor, die 18. Bergedorfer Musiktage komplett vor die Sommerferien zu legen“, sagt Veranstalter Dr. Farhang Logmani. Nun, das klappt nicht so ganz. Grund dafür ist John Neumeiers Bundesjugendballett. Dessen junge Tänzer haben ausschließlich Ende Juli Zeit für die Bergedorfer Reihe, und auf sie wollte Logmani auf keinen Fall verzichten: „Das Bundesjugendballett gehört zu unseren großen Publikumslieblingen und darf einfach nicht fehlen. Diesmal wird im Haus im Park sogar an zwei Abenden getanzt – am 24. und am 25. Juli.“

Schulsenator Ties Rabe am Klavier

Ebenfalls eine echte Überraschung ist ein ganz besonderer Pianist: Hamburgs Schulsenator Ties Rabe gibt sich die Ehre am Klavier der Hamburger Sternwarte am Gojenbergsweg – am Sonnabend, 9. Mai. Sein Programm: Chopins „Nocturne“, Beethovens Mondscheinsonate, Schuberts Impromptu As-Dur. „Auf Christoph Krupps 60. Geburtstag habe ich Herrn Rabe gefragt, ob er nicht bei uns spielen möchte“, berichtet Logmani augenzwinkernd. „Zuerst hat er gezögert, aber als ich dann meinte, er würde mit so einem Auftritt doch in die Fußstapfen von Helmut Schmidt treten, konnte er nicht mehr Nein sagen.“

Bustour zu allen 18 Spielorten

Dritte Überraschung ist der schon traditionelle Startschuss der Konzertreihe mit dem CCB: Diesmal wird nicht im Einkaufszentrum selbst musiziert, sondern mit dem „Travel Hero“ des CCB: Der Kleinbus hat Spitzenkünstler, Programmheft und jede Menge Musik an Bord und fährt sämtliche 18 Spielorte der Musiktage an.

Französischer Abend im Chile-Haus

Neu unter den Spielorten ist das C. Bechstein Centrum im Chile-Haus in Hamburgs Altstadt. Für den dortigen französischen Abend der Reihe am Freitag, 17. April, stehen diesmal die Pianistin Vessela Pelovska von der Pariser Staatsoper und ihre beiden Töchter Estelle Persiaux (Violine) und Elise Persiaux (Violincello).

Operettencafé im „Haus brügge“

Ebenfalls neuer Konzertort ist das „Haus brügge“ in Lohbrügge. Philip Lüsebrink (Tenor), Viktoria Car (Sopran) und Markus Bruker (Klavier) aus dem Hamburger Engelsaal bitten zum „Operettencafé“ am Freitag, 15. Mai, in der Leuschnerstraße 86. Das „Haus brügge“ spendiert Kaffee und Kuchen dazu.

Neue Location: Sachsenwald-Hotel Reinbek

Auch im Reinbeker Sachsenwald Hotel wird erstmals in diesem Jahr musiziert. Das Noah Quartett, besetzt mit Streichern des NDR Elbphilharmonie Orchesters, spielt am Pfingstsonntag, 1. Juni, Streichquartette von Mozart, Webern und Beethoven.

Tickets ab 24. Februar

Karten gibt es beim bz-Ticketshop im CCB und ab 24. Februar im Musiktage-Büro an der Lohbrügger Landstraße 131 – Montag bis Mittwoch von 10 bis 12 Uhr.