Klimaprotest

40 Demonstranten blockieren immer wieder Bergedorfer Straße

Rund 40 Aktivisten der Klimaschutz-Rebellen "Extinction Rebellion" haben am Samstagnachmittag über zwei Stunden lang vier mal die Bergedorfer Straße in Höhe der Fußgängerampel Neuer Weg blockiert.

Rund 40 Aktivisten der Klimaschutz-Rebellen "Extinction Rebellion" haben am Samstagnachmittag über zwei Stunden lang vier mal die Bergedorfer Straße in Höhe der Fußgängerampel Neuer Weg blockiert.

Foto: NEWS & ART

Aktivisten der Klimaschutzgruppe "Extinction Rebellion" haben am Samstagnachmittag vier mal den Autoverkehr auf der Bergedorfer Straße blockiert.

Bergedorf. Die Klimaaktivisten nennen ihre Form des Protestes "Swarming". Von 13 bis 15 Uhr haben die 40 Aktivisten vier mal den Verkehr auf der innerstädischen Bundesstraße lahmgelegt. Mit Transparenten zogen sie an der Ampel in Höhe Neuer Weg auf die Straße und sperrten diese für den Verkehr.

"Wir wollen mit dieser Störung des Alltags auf die Klimakrise aufmerksam machen. Das Problem der Erderwärmung ist zwar allgemein bekannt, aber nicht in der Konsequenz und Dringlichkeit. Wir kommen hier mit den Autofahrern und Passanten ins Gespräch, informieren über den Klimanotstand und machen darauf aufmerksam, dass unser bisheriges System - auch das Verkehrssystem - nicht nachhaltig ist", erklärte Mitorganisator Stefan Gertz von der Ortsgruppe Extinction Rebellion Bergedorf.

Die einzelnen Blockaden dauerten genau fünf Minuten. Die Demonstranten verteilten Flugblätter an die im Stau stehenden Autofahrer und informierten über Anzeigetafeln ("Noch 3 Minuten..."), wann die Blockade jeweils wieder aufgelöst wurde.

Viele Autofahrer hatten Verständnis für die Aktion. Andere reagierten wütend und agressiv. Ein SUV-Fahrer fuhr demonstrativ in die Transparente der Blockierer hinein. Die Aktivisten wichen ein wenig zurück. Es wurde niemand verletzt. Doch die Polizei musste eingreifen, den Autofahrer zurechtweisen. Ebenso als der Fahrer eines Kleinwagens versuchte, am Stau vorbei - durch den blockierten Gegenverkehr - bedrohlich auf die Demonstranten zuzufahren. Überwiegend verlief der Protest aber ruhig und sehr geordnet.

"Wir protestieren friedlich, sind nicht an einer Eskalation interessiert", betont Mitorganisatorin Dagmar Porwitzki: "Es geht um Zivilen Ungehorsam. Die Blockaden waren zuvor bei der Polizei angemeldet und im Rahmen des Versammlungsgesetzes auch genehmigt." Auch die Texte der Transparente sollten deeskalierend wirken. So hieß es auf einem der Banner: "Entschuldigen Sie die Störung, aber es ist ein Notfall", auf einen weiteren: "Friedlicher Aufstand für das Klima". Über Megaphon informierten Aktivisten neugierige Passanten über den Hintergrund der Blockaden.

Die Autos stauten sich Richtung Wentorf / Geesthacht und auch in Richtung Innenstadt. Die kurzen Staus lösten sich zwischen den einzelnen Blockaden aber jeweils wieder auf. Die Gruppe Extinction Rebellion hat weitere Aktionen in Bergedorf angekündigt.