Unterlagen fehlen

Warten auf den B-Plan fürs Stuhlrohr-Quartier

Perfekt für Start-up-Unternehmer: Das Herz des Stuhlrohr-Quartiers sollen der Platz am Schleusengraben und ein gläsernes Gebäude mit Cafés, Sport und flexiblen Büros zum Arbeiten und Wohnen bieten.

Perfekt für Start-up-Unternehmer: Das Herz des Stuhlrohr-Quartiers sollen der Platz am Schleusengraben und ein gläsernes Gebäude mit Cafés, Sport und flexiblen Büros zum Arbeiten und Wohnen bieten.

Foto: raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH & GHP Landschaftsarchitekten

Das Bebauungsplan-Verfahren für das wichtigste Zukunftsprojekt am Schleusengraben stockt. Es fehlen Unterlagen vom Vorhabenträger Buwog.

Bergedorf. Es ist Sand im Getriebe beim wichtigsten Zukunftsprojekt im Herzen Bergedorfs: Das Bebauungsplan-Verfahren für das Stuhlrohr-Quartier stockt. „Wir warten auf Unterlagen des Vorhabenträgers Buwog“, hieß es am Freitag aus dem Bezirksamt, das deshalb „keine zeitliche Prognose“ geben mochte, ob die Baugenehmigung noch in 2020 erteilt werden kann.

Bürgerbegehren hatte Projekt 2018 geschrumpft

Das Projekt war vor zwei Jahren nach erfolgreichem Bürgerbegehren erheblich geschrumpft worden. Entstehen sollen nun noch rund 1000 Wohnungen, die sich um einen zentralen, zum Schleusengraben offenen Platz gruppieren, in dessen Zentrum auf Säulen ein gläsernes Gebäude mit Cafés, kleinen Geschäften, Fitness-Anbietern und flexiblen Büros steht.

Die Idee: Das Stuhlrohr-Quartier, zentral in Bergedorf gelegen, wird Ort für Start-up-Unternehmen. Diese neue Ausrichtung nahm die auf Wohnungsbau fixierte Buwog damals nicht gerade mit Jubel auf. Im Herbst 2018 leitete der Bezirk das B-Plan-Verfahren nach diesen Vorgaben ein. Ein Verwaltungsakt, der gewöhnlich in weniger als zwei Jahren abgearbeitet ist.

Behinderung für gesamte Schleusengraben-Achse

Weil das Stuhlrohr-Quartier den Zugang zur Schleusengraben-Achse bildet, sind auch die anschließenden Neubaugebiete von den Verzögerungen betroffen. Vor allem der Rad- und Wanderweg von Bergedorfs Zentrum entlang des Schleusengrabens kann so nicht vollendet werden.

Immerhin wird das erste Teilstück dieser für die hier bereits einziehenden Bergedorfer Neubürger wichtigen Wegeverbindung nach jahrelanger Verzögerung im Frühjahr endlich entstehen. Allerdings zunächst nur auf 300 Metern, die praktisch nicht nutzbar sind.