Online-Befragung

Was halten die Bergedorfer von ihren Einkaufsstraßen?

Blick auf Bergedorfs Vorzeige-Einkaufsstraße, das Sachsentor in Höhe Bergedorfer Markt.

Blick auf Bergedorfs Vorzeige-Einkaufsstraße, das Sachsentor in Höhe Bergedorfer Markt.

Foto: Busse / BGZ

Noch bis Montag kann über Qualität, Mängel und Zukunft der City abgestimmt werden. Ergebnisse werden im Januar oder Februar präsentiert.

Bergedorf. Nur noch bis Montag können Befürworter und Kritiker der Bergedorfer City online ihr Urteil über die Qualität von Sachsentor, Alter Holstenstraße und ihrem Umfeld abgeben. 27 Fragen zu Einzelhandel, Gastronomie und Verkehrsanbindung haben Marketingstudenten der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) zusammengestellt.

Tausend Beteiligte als Ziel

Auf Wunsch des Wirtschaftsverbandes WSB sollen sie die aktuelle Situation analysieren und Perspektiven für die Bergedorfer City der Zukunft entwickeln. Die Umfrage ist auf der WSB-Homepage unter www.wsb-bergedorf.de/news zu finden. Sie läuft seit gut drei Wochen und hat auch Passantenbefragungen umfasst. „Bisher haben sich mehrere Hundert Menschen beteiligt. Unser Ziel ist es, die Tausend zu knacken“, gibt WSB-Geschäftsführer Marc Wilken das Ziel für dieses Wochenende vor.

Vergleich mit Harburg, Lübeck und Lüneburg

Beurteilt werden sollen unter anderem das Einkaufserlebnis in Bergedorf, die Anziehungskraft der Gastronomie, das kulturelle Angebot oder die Parkplatzsituation. Die Ergebnisse der Befragung setzen die Studenten dann ins Verhältnis mit Vergleichswerten aus Harburg, Lübeck und Lüneburg sowie allgemeinen Kennzahlen zu Zentralität, Leerstandsgrad oder der Veränderung der Kaufkraftströme. Die Auswertung wird voraussichtlich im Januar oder Februar dem WSB und dem Runden Tisch Einzelhandel vorgestellt, an dem Politik, Verwaltung und Grundeigentümer vertreten sind.

Frischer Blick auf Bergedorfs Zukunft

„Wir versprechen uns von der Arbeit, die unter der Leitung der HAW-Professorin Dr. Andrea Zirm steht, einen frischen Blick auf Bergedorf. Und zwar einen ganz ohne alte Vorgaben. Vielleicht wird es sogar ein Perspektivwechsel, in jedem Fall aber ein unverstellter Blick in die Zukunft unserer City“, sagt Marc Wilken. Ähnlich erfolgreich war vor vier Jahren ein ebenfalls von Prof. Zirm verantwortetes Forschungsprojekt zur Tourismus-Entwicklung in Bergedorf. Das hatte letztlich den Anstoß zum jetzt vorliegenden Tourismus-Konzept gegeben – wenn auch dessen Kernforderung nach einem professionellen Manager bisher noch nicht erfüllt ist.

Auch Menschen gefragt, die Bergedorf meiden

„Das Gute an der jetzigen Online-Befragung ist, dass sie auch Menschen erreicht, die nicht oder nicht mehr nach Bergedorf kommen“, sagt Wilken: „Ihre Meinung interessiert uns natürlich sehr.“