Sammeln für den guten Zweck

Wofür Bergedorfer Spenden benötigen

Das Fahrzeug der Bergedorfer Tafel muss täglich zuverlässig intakt sein.

Das Fahrzeug der Bergedorfer Tafel muss täglich zuverlässig intakt sein.

Foto: BGZ

Bergedorfer Tafel kaufte neuen Transporter, um weiterhin 2500 Menschen zu unterstützen.

Bergedorf.  Das neue Lieferfahrzeug gab es nicht gerade geschenkt: 60.000 Euro hat die Bergedorfer Tafel für den Mercedes-Sprinter gezahlt. „Weil im vergangenen Jahr die Sommermonate so heiß waren, haben wir lieber gleich ein Kühlfahrzeug genommen“, erklärt der Vorsitzende Peter Kuczora. „Denn auch die kommenden Sommer dürften kaum milder werden.“ Nun sind die Rücklagen der Tafel so gut wie aufgebraucht.

Hilfe für 2500 Bedürftige

Da trifft es sich gut, dass der jährliche Spendenzulauf des Vereins mit 70.000 Euro ziemlich stabil ist. „Auch 2019 läuft es bisher zufriedenstellend“, sagt Kuczora, die Menge an gespendeten Lebensmitteln könne in diesem Jahr sogar erstmals die 700-Tonnenmarke knacken. Die Bergedorfer Tafel unterstützt rund 2500 bedürftige Menschen.

Weniger zufrieden ist Girija Harland vom Verein Bergedorfer für Völkerverständigung, der Geflüchtete unterstützt: „2015 und 2016 haben wir Zuwendungen in fünfstelliger Höhe erhalten, aber diese Zeiten sind vorbei“, sagt sie. In diesem Jahr dürften es weniger als 5000 Euro sein, die an Spenden beim Verein ankommen. „Wir brauchen sie dringend für unsere nicht projektgebundene Integrationsarbeit“, sagt Harland. „Ersatzteile aus der Fahrradwerkstatt, ein Frauenausflug, ein zusätzlicher Schwimmkursus für Frauen, ein Kulturabend im ,Haus für alle’ – das sind nur ein paar Beispiele.“

Viele Vereine bitten jetzt um Unterstützung

In den Wochen vor Weihnachten flattern täglich Spendenbriefe aus aller Welt in unsere Briefkästen: von Greenpeace, vom Deutschen Roten Kreuz, von der DLRG, von Unicef. Doch viele Bergedorfer möchten in ihrer unmittelbaren Umgebung Gutes tun, und auch da gibt es Bedarf:

Kirchengemeinde St. Petri und Pauli: Die Petri-und-Pauli-Spende finanziert eine halbe Mitarbeiterstelle. So werden etwa Seniorennachmittage, die fachliche Begleitung ehrenamtlicher Mitarbeiter oder Spaziergänge für Trauernde ermöglicht.

Bergedorfer Engel: Der Verein unterstützt Obdachlose mit Lebensmitteln, Schlafsäcken, aber auch mit Zeit für Gespräche. Spenden werden dringend für Einkäufe und Fahrtkosten benötigt.

Hände für Kinder: Der von dem Bergedorfer Ehepaar Sabine und Frank Stangenberg gegründete Verein betreibt im „Kupferhof“ in Ohlstedt ein Ferienzentrum für schwer und mehrfach behinderte Kinder. Sozialkassen finanzieren nur einen Teil, jede Aufenthaltswoche braucht zusätzlich 1500 Euro an Spenden.

Looki: Bergedorfs Igelstation braucht regelmäßig Geld für die medizinische Versorgung kranker oder verletzter kleiner Wildtiere.