Baustelle Binnenfeldredder

Frisch asphaltiert und doch gleich wieder aufgerissen

Der frisch gemachte Asphalt wird wieder aufgerissen. Das soll so sein. Denn die Bushaltestellen werden mit Beton gegossen.

Der frisch gemachte Asphalt wird wieder aufgerissen. Das soll so sein. Denn die Bushaltestellen werden mit Beton gegossen.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

In den frischen Asphalt werden am Binnenfeldredder die Bushaltestellen eingebaut. Einige Anwohner sind irritiert.

Lohbrügge.  Endlich, nach monatelangen Bauarbeiten, war der Binnenfeldredder frisch asphaltiert, die Straßendecke tief-schwarz und glatt. Doch schon zwei Tage später hämmerte ein Bagger den Asphalt wieder auf. „Ein Schritt vor – zwei zurück?“, wundert sich Anwohner Martin Rameder. Und Nachbarin Gisela Brandt vermutet: „Da hat wohl die Baufirma Murks gemacht und den Unterbau vergessen.“

„Solche Befürchtungen hören ich öfter. Die Bürger sind die besseren Baumeister“, sagt Kai Storz, der beim Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) für das Projekt Binnenfeldredder/Habemannstraße die Bauaufsicht macht: „Ich kann die Anwohner beruhigen. Da ist nichts vergessen worden. Das geschieht planmäßig.“

Und auch die Bauarbeiter vor Ort schmunzeln: „Wo ist das Problem? So macht man das!“

Während die Straße asphaltiert wird, wird der Untergrund für die Bushaltestellen aus Beton gegossen. „Asphalt würde sich – gerade bei hohen Temperaturen im Sommer – beim Anfahren der schweren Busse verziehen und wellen“, erklärt Storz. Es sei aber einfacher, schneller und günstiger, dennoch zuvor die gesamte Straßenbreite zu asphaltieren und hinterher den Asphalt im Bereich der Haltestellen wieder abzutragen: „Die Bohle der Straßenbaumaschine wird auf die komplette Breite eingestellt.“

Wenn der restliche Straßenbelag fertig ist, kann dann der Beton der Bushaltestelle nahtlos gegossen werden. Zuvor wird ein Stahlgitter als „Bewehrung“ eingelegt, das nochmals mehr Steifheit und Stabilität gibt. Am Ende werden in die fertige Betonplatte wieder Fugen geschnitten, als „Sollbruchstellen“, wenn der Beton arbeitet.

Mitte Dezember soll die Verbindung Röpraredder/Habermannstraße über den Kreisel fertig befahrbar sein. Am 3. und 4. Dezember wird die Straßenbeleuchtung verkabelt. „Es ist schwer vermittelbar, dass Lampen dort stehen, aber nicht leuchten“, gibt Kai Storz zu: „Wir warten auf den Anschlusstermin von Stromnetz Hamburg.“

Im ersten Quartal 2020 sollen die Baumaßnahmen ganz abgeschlossen sein – inklusive Gehwege und Nebenflächen.