Justizvollzug

Hohe Sicherheitsvorkehrungen für Arztbesuch einer Gefangenen

Begleitet von sechs bewaffneten Justizbeamten wird die Patientin zurück zum Auto gebracht.

Begleitet von sechs bewaffneten Justizbeamten wird die Patientin zurück zum Auto gebracht.

Foto: bgz

Schreck für Patienten der Praxisklinik Bergedorf: Eine Inhaftierte der JVA Billwerder musste zum Arzt - unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.

Lohbrügge. Es war ein aufwendiger Arztbesuch: Die Justizvollzugsangestellten fuhren am Donnerstag gegen 12.30 Uhr mit Blaulicht in drei Autos am Hintereingang der Praxisklinik Bergedorf am Hein-Möller-Weg vor. Insgesamt acht Justizbeamte, schwer bewaffnet und mit schusssicheren Westen, sicherten den Besuch der Frau im Röntgenzentrum Conradia. Als sie die Inhaftierte vom Auto direkt ins Behandlungszimmer - und wenig später dann wieder zurück - brachten, hatten zwei Beamte die mit Handschellen gefesselte Patientin fest im Griff, der Rest sicherte den Zugang teils mit den Händen an ihren Pistolen.


"Es handelte sich um eine geplante Ausführung", sagte die Sprecherin der Hamburger Justizbehörde Dr. Marayke Frantzen auf Nachfrage unserer Zeitung. "Der Arztbesuch verlief ohne Zwischenfälle. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Unbeteiligte."

Wer die Inhaftierte ist und weshalb sie einsitzt, teilte die Justizsprecherin nicht mit. Sie könne keine Angaben zur Person machen. Lediglich: Für die Person seien erhöhte Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. Ob diese wegen einer Gefahr durch die Gefangene, eine Gefahr für sie oder eine Fluchtgefahr notwendig seien, wollte die Justizsprecherin nicht sagen.