Bauarbeiten

Körber-Haus: Jetzt geht’s mit dem Bau los

Auf der Baustelle des Körber-Hauses geht es jetzt weiter.

Auf der Baustelle des Körber-Hauses geht es jetzt weiter.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Bergedorf. Aber 23 Bäume müssen fallen - vor allem für den künftigen Eingangsbereich.

Bergedorf. Endlich soll am neuen Körber-Haus an der Holzhude weitergearbeitet werden. Doch damit auf dem engen Areal für schweres Baugerät und schuftende Arbeiter genug Platz vorhanden ist, muss Grünchef Wolfgang Charles noch mal im Bereich des künftigen Haupteingangs mit dem Fällbeil ran: Insgesamt 23 Bäume werden vor allem zwischen B 5 und der Eingangsbrücke abgeholzt.

Dabei handelt es sich laut Grünamt sowohl um Bäume, die den Hochbauarbeiten im Weg stehen könnten (13) sowie um solche, die als Totholz oder erkrankte Bäume gelten (10) und die etwa unter Pilzbefall oder eingeschränkter Vitalität leiden. „Wir müssen etwas machen, weil die Erreichbarkeit der Arbeitsstelle grundsätzlich schwierig ist“, begründet Wolfgang Charles.

Spundwände wurden mit Asbest gebaut

Laut Verwaltungschef Arne Dornquast wird bereits weitergewerkelt. Das aktuelle Projekt für das Restjahr 2019: die Entfernung der alten Bodenplatte unter dem abgerissenen Lichtwarkhaus. „Diese Platte ist unterirdisch mit den Spundwänden verankert, und diese Verankerungen müssen gelöst werden“, weiß Dornquast. „Danach sollen die Spundwände, die früher mit Asbest gebaut wurden, saniert werden.“ Mit der Grundsteinlegung, die eigentlich noch 2019 vorgesehen war, sei nun erst 2020 zu rechnen – was laut Dornquast auch zur Verschiebung der Eröffnung des Körber-Hauses in die erste Jahreshälfte 2021 führen werde.

Doch aktuell stehen noch zu viele Bäume im Weg, die auch deshalb fallen müssen, weil das künftige Entrée ein neues Design erhält. Der Eingangsbereich des Körber-Hauses sieht zumindest auf dem Übersichtsplan sehr grün aus, auch weil 13 Neuanpflanzungen vorgesehen sind.

Grünanlage ist aktuell „nicht barrierefrei“

„Wir erhöhen die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich“, meint Wolfgang Charles. Und Arne Dornquast ergänzt: „In der aktuellen Form ist die Grünanlage weder übersichtlich noch barrierefrei.“ Künftig soll die Sichtbarkeit des Gebäudes von der Hauptstraße aus erhöht werden, die Rampe für Rollstuhlfahrer sowie die Treppe überarbeitet werden.

Doch die geplante Fällaktion geht Jürgen Schramm (SPD) noch nicht weit genug. „Jetzt hätte das Bezirksamt die große Möglichkeit, den Vorplatz vernünftig zu gestalten, indem sie alles abholzen“,sagte er zur geplanten Baum-Selektion. Doch Grünchef Charles lehnt den totalen Kahlschlag ab. „Den Ansatz kann man verfolgen, ich halte ihn aber für taktisch unklug. Baumfällungen werden dem Bezirksamt immer negativ angelastet.“

Japanischer Schnurrbaum statt regionaler Sorte

Dazu möchte Bergedorfs Grünchef im nächsten Stadtentwicklungsausschuss am 19. September erläutern, weshalb im Eingangsbereich des künftigen Körber-Hauses ein Japanischer Schnurbaum stehen soll. Viele Bergedorfer wünschen sich an exponierter Stelle eher einen regionalen Baum wie Erle oder Pappel. Laut Charles haben an manchen Stellen aber nur bestimmte Anpflanzungen Sinn.