Neue Sitztreppe

Die „Perle“ Serrahn zum Glänzen bringen

Offizieller Spatenstich (von links): Michael Wenk (Verein Bergedorfer Hafen), Senatorin Dorothee Stapelfeldt, Bezirksamtsleiter Arne Dornquast

Offizieller Spatenstich (von links): Michael Wenk (Verein Bergedorfer Hafen), Senatorin Dorothee Stapelfeldt, Bezirksamtsleiter Arne Dornquast

Foto: Foto / Rückert

Bergedorf. Mit dem offiziellen Spatenstich hat der Bau der Kupferhofterrassen begonnen. In rund einem Jahr sollen sie fertig sein.

Bergedorf. „Was wird denn hier gefeiert?“ Verwundert betrachteten Passanten am Freitag die Ansammlung von Menschen vorm alten CCB – Bezirkspolitiker, Bauexperten, Geschäftsleute. Tatsächlich war der Anlass der Feier nur an einem ziemlich großen Sandhaufen erkennbar: Vor vielen Gästen setzten Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Bezirksamtsleiter Arne Dornquast und Michael Wenk (Verein Bergedorfer Hafen) den offiziellen Spatenstich für die neue Kupferhofterrassen. Die Sitztreppe soll hier zwischen Kornwassermühle und CCB künftig die Bergedorfer zum Verweilen einladen. Kostenpunkt: knapp zwei Millionen Euro.

Kritik: zu klein, zu teuer, zu dunkel

„Zu teuer, zu klein, wie sieht das aus und wer soll da eigentlich sitzen?!“ Bezirksamtsleiter Dornquast kennt die Kritik, die derzeit vor allem in den sozialen Medien von Bergedorfern an dem Projekt geübt wird. Doch die Kupferhoftreppe sei eine Idee „aus Bergedorf für Bergedorf“, stellte er fest. Viele Bürger hatten sich einst an der Stadtwerkstatt 2030 beteiligt und sich einen schöneren Serrahn gewünscht. Dies sei nun ein erster Schritt, um die „Perle“ Serrahn „wieder zum Glänzen zu bringen“.

Das wünscht sich auch Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt, die auf die Bedeutung des „Hafens“ und des Schleusengrabens einging: Schon vor Jahrhunderten habe er eine Rolle als Holzumschlagsplatz gehabt. „Die Ansprüche im 21. Jahrhunderts sind andere, aber nicht unbedingt einfachere“, stellte sie fest.

Behörde greift tief in die Kasse

Denn um hier am Serrahn eine Sitzanlage bei starkem Gefälle und vor allem schwierigen Strömungen zu planen, war einige architektonische Kunst notwendig. Das Vorhaben wird deshalb auch teuer. Das Gros zahlt ihre Behörde aus Rise-Fördermitteln.

Verein Bergedorfer Hafen sagt „Ja“ zum Projekt

Der Verein Bergedorfer Hafen ist trotz Kritik überzeugt von dem Projekt, stellte Sprecher Michael Wenk klar: „Wir sagen viermal Ja.“ Ja, weil Bergedorfer dies gewünscht hätten. Ja, weil es zu lange Stillstand gegeben habe. Ja, weil die Aufenthaltsqualität gewinne und Ja mit Blick auf das wachsende Bergedorf.

Wann die neue Sitzanlage fertig sein wird, ist aber noch offen: Der Bau der Treppe, für die Pfähle in den Grund getrieben werden müssen, gilt als kompliziert und wird mindestens ein Jahr dauern.