Sicherheit

Am Schulenburgring wird der Schulweg vier Meter breit

Im Auftrag der Schulbehörde wird schon mal das Buschwerk entfernt.

Im Auftrag der Schulbehörde wird schon mal das Buschwerk entfernt.

Foto: Thomas Voigt

Bergedorf. Grundschule Mendelstraße und Gymnasium Bornbrook können sich freuen: Ihr Gehweg wird doppelt so breit wie bisher.

Lohbrügge.  Über Jahre hinweg herrschte morgens zu Schulbeginn und um die Mittagszeit stets drangvolle Enge im Schulenburgring. Schüler der Grundschule Mendelstraße und des Gymnasiums Bornbrook drückten sich gegenseitig vom gerade mal zwei Meter breiten Gehweg auf die Fahrbahn, wo andere Schüler mit Fahrrädern und Eltern mit ihren Autos ohnehin schon um Verkehrsraum kämpften. Was vor vielen Schulen ein Problem ist, war hier besonders dramatisch, weil in der Wohnstraße Schulenburgring zwei Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft liegen.

Arbeiten während der Sommerferien

Wenn nun alles klappt wie geplant, ist es nach den Ferien mit diesen Sorgen vorbei, und andere Schulen könnten neidisch auf Mendelstraße und Bornbrook sein. Nach fast zwei Jahren Planung und Verhandlung gelingt es den beteiligten Behörden nun tatsächlich, den Gehweg auf 3,90 Meter Breite fast zu verdoppeln. So lange dauerte es, bis Bezirksamt und Schulbehörde sich einig wurden über den zwei Meter breiten Streifen vom Gelände der Schule Mendelstraße, der für den breiteren Gehweg benötigt wurde.

Streifen bleibt Eigentum der Schulbehörde

„Wir mussten am Ende kein Geld in die Hand nehmen, sondern die Schulbehörde bleibt Eigentümerin dieser Fläche“, erklärt Bergedorfs Tiefbauchef Lars Rosinski. „Sie überlässt uns den Streifen aber für die Anlage des Plattenwegs.“ Der wird laut Rosinski wie schon die bisherige Weghälfte mit „Senatsplatte“ gepflastert – quadratisch graue Gehwegplatten mit 50 Zentimeter Kantenlänge.

90.000 Euro Kosten

Gleichwohl rechnet der Bezirk mit Kosten von etwa 90.000 Euro für die Verbreiterung – der Einsatz der Schulbehörde ist da noch nicht einmal mit eingerechnet. Die hat nämlich Anfang der Woche schon mal den Zaun und die Sträucher entfernt, damit die bezirklichen Tiefbauer loslegen konnten. Im Gegenzug bemühten sich Rosinskis Planer, den Schulen möglichst wenig Areal abzuknapsen, opfern beispielsweise an der Einfahrt zum Parkplatz des Gymnasiums Bornbrook ein schönes Stückchen Fahrbahn für den Gehweg. Autofahrer müssen dort nun bald engere Kurven drehen.

Wenn beim Buddeln nichts dazwischenkommt – Rohre oder Schächte unbekannter Zugehörigkeit etwa –, wird in den Ferien alles fertig.