Bröckel-Bahnsteig

S-Bahn-Station Allermöhe für Stunden gesperrt

Auf gut 80 Metern beiderseits marode: die Bahnsteigkante der Station Allermöhe.

Auf gut 80 Metern beiderseits marode: die Bahnsteigkante der Station Allermöhe.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Neuallermöhe. Auf 80 Metern sind Teile der Bahnsteigkanten locker. Auf die provisorische Reparatur soll demnächst die Sanierung folgen.

Neuallermöhe. . Ab 9.20 Uhr ging gestern nichts mehr auf dem Bahnsteig der Station Allermöhe: Alle S-Bahnen fuhren durch, die Aufgänge zu den Gleisen wurden gesperrt, die Fahrgäste aufgefordert, statt der Bahn die Busse der Linie 12 zu nutzen, um zur Station Nettelnburg oder nach Neuallermöhe zu gelangen.

Alarm bei Routinekontrolle

Auslöser der spontanen Sperrung des S-Bahnhalts war laut Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis eine Routinekontrolle des Bauzustands: „Die Fachleute stellten fest, dass sich Teile der Bahnsteigkante gelockert haben. Wir mussten sofort reagieren.“

Schäden beiderseits vom Bahnsteig auf 80 Metern

Die Schäden ziehen sich auf beiden Seiten der Station über gut 80 Meter Länge. Alle betroffenen Stellen wurden mit gelben Kreuzen markiert. Bis allerdings Arbeiter eintrafen, um die Schäden zunächst provisorisch zu beheben, dauerte es gut fünf Stunden: Erst am Nachmittag nahm ein acht Kollegen starker Bautrupp die Arbeit auf und verlegte über den defekten Bereichen große Winkelplatten, die um die schadhafte Bahnsteigkante fassen und fest verankert wurden.

Reparaturarbeiten folgen noch

„So können wir die Station immerhin wieder freigeben“, sagt Meyer-Lovis. „Die echte Reparatur wird in Kürze folgen, aber keine weitere Beeinträchtigung für die Fahrgäste bedeuten. Dann wird außerhalb der S-Bahn-Betriebszeiten gearbeitet.“

Kein Bus-Ersatzverkehr

Unter den gestern betroffenen Fahrgästen gab es großen Unmut, stand für sie doch kein Bus-Ersatzverkehr bereit. Zwei Sicherheitsdienst-Mitarbeiter wiesen alle Passanten am Aufgang zur Station Allermöhe ab. Wer mit der Bahn anreiste, musste bis zur Station Nettelnburg durchfahren. Von dort und in umgekehrter Richtung sollte die parallel zum Bahndamm verkehrende Metrobuslinie 12 genutzt werden, die im Zehn- bis 20-Minuten-Takt fährt.

Zahlreiche weitere marode Stellen

Wie marode der Bahnsteig ist, der künftig auch Tor zum neuen Stadtteil Oberbillwerder sein wird, zeigt ein Blick entlang der Bahnsteigkante: An zahlreichen Stellen war sie schon vor den gestrigen Arbeiten mit Winkelplatten notdürftig geflickt.