Schleusengraben

Rad- und Fußweg bleibt zunächst unvollendet

Mehrere Aussichtsplattformen sollen den neuen Weg attraktiv machen.

Mehrere Aussichtsplattformen sollen den neuen Weg attraktiv machen.

Foto: Zeichnung: Dr. Lehners + Wittorf / BGDZ

Bergedorf. Im November soll Baubeginn für den Fuß- und Radweg am Schleusengraben sein. Er soll die neuen Wohngebiete mit der City verbinden.

Bergedorf.  Ein kombinierter Rad- und Fußweg entlang dem Schleusengraben, 4,50 bis 5 Meter breit, teils gepflastert und teils als Grandweg angelegt. Er soll über mehrere Aussichts- und Ruheflächen über dem Wasser verfügen – so komfortabel und zudem kreuzungsfrei sollen Bewohner der Neubaugebiete Glasbläserhöfe und Weidenstieg am Westufer bald Richtung Bergedorfer City gelangen. Ist am Weidenstieg erst einmal die Brücke über den Schleusengraben hergestellt, können auch die Anwohner der Neubausiedlung Schilfpark am Ostufer die neue Anbindung nutzen. Stadt- und Landschaftsplaner Sebastian Stoll vom beauftragten Ingenieurbüro Dr. Lehners + Wittorf hat den Fachpolitikern im Stadtentwicklungsausschuss nun Detailpläne zu dem aufwendigen Millionen-Projekt präsentiert.

Noch gibt es allerlei Hindernisse

Doch ist das Vorhaben mit terminiertem Baubeginn im November nicht frei von Haken und Ösen. So liegt der erhoffte Anschluss an die Bergedorfer City beim CCB-Fachmarktzentrum noch in weiter Ferne, solange es mit dem südlich angrenzend geplanten City-Stadtteil Stuhlrohrquartier nicht vorangeht und hier die Grundstücksnutzung nicht geklärt ist. Damit der Weg zumindest in Teilen realisiert werden kann, soll er an der Brücke Sander Straße (über den Schleusengraben) enden. Radfahrer müssen ihr Fahrzeug dort die Treppe zur Straße hinauftragen.

Mit Opel Dello noch keine Einigung

Nebenan liegt das Grundstück von Opel Dello. Bislang konnte sich der Bezirk mit dem Autohaus nicht über den Ankauf eines Geländestreifens einigen. Die Breite des neuen Weges kann daher zwischen Dello und Wasserlauf nur 4,50 Meter betragen. Eher knapp bemessen für einen kombinierten Fuß- und Radweg mit Verkehr in beide Richtungen.

Das Ganze funktioniert auch nur, wenn mehrere größere Bäume auf der Trasse entfernt und stattdessen Flachwasserbäume direkt ans Ufer gesetzt werden. Gleichwohl sprachen sich Fachpolitiker verschiedener Fraktionen dafür aus, die neue Wegverbindung in einen Fuß- und einen Radweg aufzuteilen – trotz Radverkehrs in beiden Richtungen.

Im Süden endet die Strecke bis zum Brückenschlag an der Einmündung der Kampbille. Dort soll ein kleiner Rastplatz mit Bänken und Tischen angelegt werden.

Geschützter Eisvogel mag den Schleusengraben

Und dann ist da noch der streng geschützte Eisvogel, den Naturfreunde in Höhe der Glasbläserhöfe am Schleusengraben beobachtet haben. Vor dem ersten Spatenstich für den nördlichen Bauabschnitt soll er zu eigens angelegten Steilufern an der Dove Elbe Richtung Neuengamme umgesiedelt werden. Landschaftsplaner Stoll versicherte, dass das noch in diesem Jahr gelingen sollte.