Stadtplanung

Wettbewerb für das neue Einkaufszentrum in West

Das Einkaufszentrum am Friedrich-Frank-Bogen ist in die Jahre gekommen. Das gesamte Areal soll neu bebaut werden.

Das Einkaufszentrum am Friedrich-Frank-Bogen ist in die Jahre gekommen. Das gesamte Areal soll neu bebaut werden.

Foto: Thomas Voigt

Bergedorf-West. Erste Ideen existieren bereits. Nun soll ein Realisierungswettbewerb für das geplante Einkaufszentrum folgen.

Bergedorf-West.  Der Investor drängt zur Eile und die Bezirkspolitik folgt dem Wunsch: Nur gut einen Monat, nachdem im Stadtentwicklungsausschuss die Pläne der Eigentümergemeinschaft vorgestellt wurden, das Einkaufszentrum Bergedorf-West abzureißen und gegen Neubauten zu ersetzen, wird das Vorhaben nun weiter vorangetrieben. Schon im kommenden Stadtentwicklungsausschuss sollen die Details geklärt werden, damit bald ein Wettbewerb ausgelobt werden kann. Konkret ist das vor allem die Frage, mit welchem Gebiet genau sich der Wettbewerb befassen soll: Nur das neue Einkaufszentrum mit seinen geplanten Wohnungen und Läden? Oder auch gleich das Umfeld mit Werner-Neben-Platz, Kirche und P+R-Platz?

Parkplatz wird auch als Anbindung für Oberbillwerder gehandelt

Fakt ist, das gesamte Areal im Herzen von Bergedorf-West ist nicht nur in die Jahre gekommen, es weckt auch Begehrlichkeiten. So wünschen sich Bezirkspolitiker beispielsweise auf dem kaumgenutzten P+R-Platz neben dem Einkaufszentrum einen Neubau des Bürgerhauses „Westibül“. Der Parkplatz wird zudem auch als Teil der Anbindung für Oberbillwerder gehandelt – allerdings zum Unwillen vieler „Westler“.

Inzwischen habe es einen Ortstermin gegeben, um sich anzuschauen, in welchen Grenzen der Wettbewerb arbeiten solle, heißt es nun in der Vorlage, die kommenden Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss diskutiert wird (18 Uhr, Rathaus, Wentorfer Straße 38). Beim Termin dabei waren neben dem Eigentümer auch Vertreter der Kirche, der Bergedorf-Bille, der Stadtentwicklungsbehörde und des Bezirksamtes.

Wettbewerb soll sich mit EKZ und Wohnungen befassen

Vorgeschlagen wird nun, dass es zunächst einen hochbaulichen Realisierungswettbewerb gibt, der sich in erster Linie mit dem geplanten, neuen Einkaufszentrum samt Wohnungen befasst. Also damit, wie das Ensemble konkret aussehen könnte. Wie berichtet wünscht sich der Investor drei sechsgeschossige Gebäude, die mit Läden, Büros und familien- sowie seniorengerechten Wohnungen belegt werden können.

Die unmittelbaren angrenzenden Flächen – also Kirche, Werner-Neben-Platz und P+R-Platz – werden in das erste Verfahren zwar einbezogen, „aber nur in Form eines Ideenwettbewerbs betrachtet“, heißt es in der Vorlage. Hierfür würden also „nur gröbere Ideen entwickelt“.

Raum im Umfeld wird Gegenstand eines späteren Verfahrens

Im späteren Verlauf solle es dann einen freiraum-städteplanerischen Wettbewerb geben, der sich mit diesen Flächen befasst, aber zudem einen weiteren Umkreis betrachtet. Vorgeschlagen werden Bereiche bis zur Bahn und um die Kita herum. Ein verfahrensbetreuendes Büro, heißt es, solle die Ideen aus diesem Wettbewerb mit den Ergebnissen des ersten Wettbewerbs zusammenführen.

Bis zum Sommer solle nun der Auslobungstext erstellt und abgestimmt werden. Die politische Abstimmung erfolge nach den Sommerferien und damit auch nach den Bezirkswahlen. Die Preisgerichtssitzung könne im März/April 2020 sein – so die Vorschläge, die der Ausschuss nun diskutieren und absegnen muss.

Den Läden im alten EKZ wurde bereits gekündigt

Wie berichtet drängt der Eigentümer des Einkaufszentrums – vier Hamburger Familien und eine dänische – zur Eile. Denn die Läden im alten Einkaufszentrum laufen derzeit langsam leer. Würde sich eine Planung noch länger hinziehen, müsste neu vermietet werden – und das würde jahrelangen Stillstand bedeuten.