Edeka Linow

Nun sind die Wünsche der Lohbrügger gefragt

Viel Platz für Ideen: Seit über fünf Jahren steht die Immobilie des ehemaligen Edeka-Marktes Linow am Lohbrügger Markt leer.

Viel Platz für Ideen: Seit über fünf Jahren steht die Immobilie des ehemaligen Edeka-Marktes Linow am Lohbrügger Markt leer.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Lohbrügge. Was soll an der Stelle des seit Langem leer stehenden ehemaligen Edeka-Marktes am Lohbrügger Markt entstehen? Ideen sind gefragt.

Lohbrügge.  Doch noch Wohnungen? Und wenn ja, für Senioren, Familien oder Singles? Oder lieber wieder Einzelhandel? Alle Gedankenspiele sind erlaubt, wenn am kommenden Montag, 29. April, in die Räume des ehemaligen Edeka Linow am Lohbrügger Markt 4 eingeladen wird: Dann sollen die Lohbrügger ihre Wünsche und Ideen für das Eckgrundstück von Edeka bis zum Entree der Alten Holstenstraße zusammentragen. Der Bezirk lädt gemeinsam mit dem Eigentümer zur Ideenschmiede ein, Beginn ist um 18 Uhr.

Schon lang prägt der Edeka-Leerstand das Areal. Die Buxtehuder SG Bau und Immobilienvertriebs GmbH hatte hier 2016 als Eigentümer einen großen Neubau geplant, der an das bestehende Büro-Hochhaus angrenzt. Vorwiegend Wohnungen sollten hier entstehen, jedoch kein Einzelhandel. Wegen der Immissionsschutzauflagen wurde das Vorhaben später zurückgezogen. Vor etwa einem Jahr wurde das Grundstück dann verkauft.

Neuer Eigentümer ist offen für Ideen der Bürger

Der neue Eigentümer zeigt sich offen für Ideen. „Wir haben uns intensiv mit dem Grundstück auseinandergesetzt und sind der Überzeugung, dass es hier gelingen kann, eine deutliche Aufwertung des Standorts zu schaffen“, sagt Timo Weiland, Mit-Gesellschafter der Eigentümergesellschaft und Geschäftsführer der RED Baufeld GmbH. Immerhin sei das Areal am Einfallstor der Alten Holstenstraße gelegen, die wiederum das Bindeglied zwischen Lohbrügge und der Bergedorfer City sei. Nachdem es bereits erste Gespräche gegeben habe, wolle man nun die Meinung der Lohbrügger hören und „erfahren, was die Menschen für Ideen haben“. Gemeinsam solle nach Lösungen gesucht werden.

Ein „angemessenes Ensemble“ soll entstehen

Der Abend startet mit einem Informationsteil über bisherige Überlegungen. Sie sehen neben Flächen für Gastronomie auch den Erhalt der Haspa-Filiale vor. Aber auch weiterer Einzelhandel als „gezielte Ergänzung“ sei möglich. Denkbar seien zudem Wohnnutzungen und Sonderformen wie Seniorenwohnungen. „Kaum ein anderer Standort bietet die Vielfalt der Möglichkeiten wie diese Fläche“, ist Timo Weiland überzeugt. Ein „angemessenes Ensemble“ solle den Standort aufwerten.

Nach dem Infoteil zu den bisherigen Überlegungen soll es einen „Marktplatz der Ideen“ geben. Dort sollen die Vorschläge der Teilnehmer gesammelt werden. Mehrere Stationen widmen sich verschiedenen Themen.

Die weitere Planung sehe dann den Start eines Wettbewerbsverfahrens nach den Sommerferien vor, so Bezirksamtssprecherin Lena Stich. Dabei werden die Bürger erneut die Möglichkeit bekommen, sich zu beteiligen. Am Vorabend der Preisgerichtssitzung sollen die Entwürfe dann in einer Ausstellung gezeigt werden. Und auch die Jurysitzung selbst werde öffentlich sein.