Bergedorf.

Hier entsteht Bergedorfs jüngste Stadtteilschule

Glasbläserhöfe Christlicher Träger investiert 16 Millionen Euro

Bergedorf. Der private christliche Schulträger der August Hermann-Francke-Schulen (ahfs) hat am Weidenbaumsweg mit dem Bau seiner geplanten Stadtteilschule begonnen. Das fünfstöckige Gebäude soll Platz für 24 Schulklassen, Fachräume und eine Turnhalle bieten. Die Stadtteilschule wird die benachbarte Kita und Grundschule ergänzen und den Grundschülern den Besuch einer weiterführenden christlich ausgerichteten Schule am Standort ermöglichen. Dafür investiert der private Träger weitere 16 Millionen Euro in das dritte Gebäude im Neubaugebiet Glasbläserhöfe.

Die Genehmigung des Bauantrages hatte sich wegen Nachforderungen des Bezirksamtes verzögert (wir berichteten). Das Amt hatte mehr Schulhoffläche gefordert, dann aber den versiegelten Bereich moniert. Zudem wurde ein Schallschutzgutachten eines Akustikers nicht akzeptiert.

Nun aber sind alle Bedenken vom Tisch und die Bagger rollen. „Wir haben die Baugenehmigung am Montag erhalten und sofort mit der Einrichtung der Baustelle begonnen“, erläutert Florian Meyerhöfer, Vorstandsvorsitzender des Schulträgers. „Wenn wir den eingeplanten Puffer voll ausnutzen, können die Schüler pünktlich zum Sommer 2020 einziehen“, sagt der 34-Jährige.

Die ahfs-Schulen wollen neben Wissen vor allem christliche Werte vermitteln. „Wir möchten junge Menschen zu verantwortungsbereiten Persönlichkeiten heranbilden“, erklärt Meyerhöfer: „Es geht darum, nicht nur für den Arbeitsmarkt, sondern fürs Leben zu lernen.“ Man pflege christliche Werte, vermittele die Nähe Gottes und feiere christliche Feste – aber alles überkonfessionell.

Der Neubau beginnt zunächst mit der Pfahlgründung. Die Pfähle werden gebohrt, nicht gerammt, um Lärm und Erschütterungen für die Nachbarschaft zu reduzieren. Nach Bezug des Neubaus soll die Grundschule zweizügig, die Stadtteilschule dreizügig sein.