ADAC-Hubschrauber

Boberger Luftretter helfen 1200 Notfallpatienten

Der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph Hansa startete zu 1506 Notfällen.

Der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph Hansa startete zu 1506 Notfällen.

Foto: NEWS & ART

Boberg. Der ADAC-Hubschrauber startete im Jahr 2018 zu 1506 Einsätzen. Internistische Notfälle waren der häufigste Grund.

Boberg.  Viele Menschen verdanken ihm ihre Gesundheit oder sogar das Leben: Zu 1506 Notfällen ist der ADAC-Hubschrauber Christoph Hansa im vergangenen Jahr von seiner Boberger Basis aus gestartet – 93-mal mehr als 2017. Und auch schon im Jahr davor hatte es ein Plus gegeben. „Das sind normale Schwankungen“, sagt jedoch ADAC-Sprecher Hans Pieper. Denn einige Faktoren spielten zusammen, ehe der Hubschrauber vom Hangar am BG Klinikum startet. Zum einen hebt er nur ab, wenn ein Rettungswagen es nicht in kürzerer Zeit schafft. Zum anderen spielt das Wetter eine Rolle: „Wenn wir nicht sicher abheben können, tun wir es auch nicht“, sagt Pieper.

805 Einsätze im Hamburger Gebiet

1200 Menschen konnte 2018 bei den Einsätzen geholfen werden. Internistische Notfälle wie akute Herz- oder Kreislauferkrankungen waren mit 65 Prozent der häufigste Einsatzgrund. Unfälle im Haushalt, in der Freizeit oder beim Sport machten neun Prozent der Fälle aus. Je sieben Prozent waren Verkehrsunfälle oder neurologische Erkrankungen wie Schlaganfälle. Arbeits-, Schul- und andere Unfälle mit Kindern machten insgesamt zwölf Prozent aus.

Die meisten Einsätze werden im Bundesland Hamburg geflogen (805 Starts). Aber auch in den benachbarten Bundesländern ist das Team – an Bord sind jeweils ein Pilot des ADAC sowie ein Notarzt und ein Rettungsassistent des BG Klinikums – bei Notfällen im Einsatz. So ging es von Boberg aus 376-mal nach Niedersachsen, 300-mal nach Schleswig-Holstein, 21-mal nach Mecklenburg-Vorpommern und viermal nach Bremen. Bundesweit betreibt der ADAC 36 Luftrettungsstationen. Die meisten Einsätze fliegt Christoph 31 in Berlin: 2018 waren es 3147 Starts. Platz zwei belegt eine Basis in Rheinland-Pfalz (Wittlich): Der Christoph 10 flog dort 2122 Einsätze.