Bergedorf.

Mit WSB-Spende kostenfrei in die Sommerferien

Tombola-Erlös fließt ins TSG-Zeltlager in Behrensdorf

Bergedorf.  Sie ermitteln am Strand und zwischen den 45 Zelten im 24.000 Quadratmeter großen Camp: Wer bloß ist der Mörder von der Ostsee? Wer Spürsinn hat, im Team arbeiten kann und täglich einen neuen Fall lösen will, meldet sich für das Detektiv-Camp der TSG an: In den Ferien wird das Zeltlager wieder für sechs Wochen in Behrensdorf aufgeschlagen – für Kids von acht bis 15 Jahren.

Fünf weitere Themen sind dabei: Fuß- und Handballer werden ebenso ihren Spaß haben wie Multisportler und Schachspieler, zudem wird es ein „Naturcamp“ geben. Bis zu 700 (die meisten bleiben drei Wochen) helfen beim Kochen und Abwaschen – und haben jede Menge Spaß. 215 Euro kostet eine Woche im Zeltlager, wobei Zuschüsse beantragt werden können. Für finanziell sehr schwache Familien verbleibt dann noch eine Beteiligung von 50 Euro – aber auch das ist manchmal zu viel.

„Wir übernehmen das für mindestens 100 Kinder, die mit nach Behrensdorf wollen“, verspricht Bergedorfs WSB-Chef Marc Wilken. Er weiß, dass der Erlös der Weihnachtstombola gut 5000 Euro beträgt: „Bergedorfer helfen!“ hieß es in der Vorweihnachtszeit. 10.000 Lose wurden verkauft, Spenden der Bergedorfer Geschäftsleute im Wert von 20.000 Euro vergeben.

Inzwischen zum vierten Mal kommt der Erlös Kindern aus Bergedorf zugute. „Und es sind bald schon 80 Prozent, die einen Zuschuss beantragen. Manche kennen es gar nicht, dass es täglich dreimal frisches Essen gibt. Andere versorgen sich eher über die Bergedorfer Tafel“, sagt Thorsten Wetter. Der Vize-Vorsitzende der TSG sagt, dass auch viele Kinder aus Pflegefamilien und -heimen dabei sind. Solche Hilfen haben Tradition: Beim allerersten Behrensdorf-Zeltlager im Jahr 1952 waren Flüchtlingskinder aus Wentorf dabei.

Ebenso ist es Tradition, dass das Camp sich komplett selbst finanzieren muss und von Ehrenamtlichen getragen wird – von Zeltbetreuern über Küchen- und Putzdienste, Auf- und Abbauhelfern, bis zur Programmkoordination: „Wir haben jährlich bis zu 200 Helfer, darunter viele 16- bis 21-Jährige mit Jugendleitercard, die früher selbst betreut wurden“, berichtet Tobias Münster.

Als „tolles Beispiel“ nennt der Jugendleiter des Vereins den 19-jährigen Paul Wegner: Er war als Neunjähriger in Behrensdorf, später bei einer Skireise dabei und hat sich jetzt für den Bundesfreiwilligendienst bei der TSG gemeldet.