Sander Treff

Eckkneipe Sander Treff hat einen neuen Gastwirt

Die urige Einrichtung bleibt, der Inhaber ist neu: Matthias Schulz (li.) übernimmt den „Sander Treff“ von Roland Sander.

Die urige Einrichtung bleibt, der Inhaber ist neu: Matthias Schulz (li.) übernimmt den „Sander Treff“ von Roland Sander.

Foto: Jeanette Keber / jeanette keber

Lohbrügge. Der urige „Sander Treff“ hat einen neuen Gastwirt. Matthias Schulz will die Athmosphäre in der Eckkneipe erhalten.

Lohbrügge.  Eine der ältesten Eckkneipen im Bezirk hat einen neuen Inhaber. Matthias Schulz (48) hat Anfang des Jahres die Schlüssel zum „Sander Treff“ an der Lohbrügger Landstraße 14 von Roland Sander (73) übernommen.

Zwischenzeitlich führte Heike Roeschen – fast zehn Jahre – das Regiment in der urigen Wirtschaft. Schiffsmodelle, Kapitänsmützen, alte Petroleumlampen, ein glänzender Taucherhelm aus Kupfer, ein Schifferklavier und diverse Fische zeugen von der Liebe zu allem Maritimen des Kneipenwirtes und Namensgebers. Der Name „Sander Treff“ kommt nicht etwa von Sande (dem alten Begriff für Lohbrügge), sondern geht auf Roland Sander zurück, der die Kneipe seit 1991 zum gemütlichen Treffpunkt machte.

Einst hieß die Kneipe „Weißer Rabe“

Er hat sie ganz im Sinne von Paul Rabe, der die Kneipe unter dem Namen „Weißer Rabe 1937 eröffnete, weitergeführt. „Das Bild vom ,Weißen Raben’ hängt bis heute im Nebenzimmer“, erzählt der 73-Jährige. „Und an jedem Teil hier hängt eine Geschichte“, fügt er schmunzelnd an.

Das Grammofon hat er für 300 Mark vom Flohmarkt gekauft, die Offiziersuniform stammt von Kampftauchern aus Neustadt, die Fischernetze waren durchaus in Gebrauch und viele der Inventarstücke haben Stammgäste irgendwann mal mitgebracht.

Einrichtung mit Patina soll bleiben

Matthias Schulz will die „Einrichtung mit Patina“ übernehmen. „Wichtig ist, dass die Stammgäste sich hier weiter wohlfühlen“, betont der neue Inhaber. Gleich zwei Sparclubs und (tatsächlich) auch Kaninchenzüchter treffen sich hier regelmäßig. Anwohner kommen zum Dart, Skat, Knobeln oder einfach zum gemütlichen Klönschnack.

Der „Sander Treff“ ist montags bis sonnabends von 16 bis etwa 23 Uhr geöffnet. „An den Markttagen – mittwochs und sonnabends – mach ich auch von 10 bis 14 Uhr auf“, sagt Schulz. „Und wenn Fußball läuft auch sonntags.“