Bergedorf.

Bezirksamt bald bei Facebook?

Social media Eigener Account fraglich – Amt postet in Foren

Bergedorf.  Plakate und Aushänge reichen längst nicht mehr, um Bürger etwa über politische Veranstaltungen, Verwaltungsangebote und Ähnliches zu informieren. Denn viele Menschen holen sich ihre Infos aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram. Also sollte die Verwaltung prüfen, ob das Bezirksamt durch eigene Accounts etwa bei Facebook mehr Bergedorfer erreichen könnte – so ein beschlossener CDU-Antrag aus dem Januar 2018. Passiert ist allerdings noch nicht viel: „Ein eigener Account ist in der Schwebe“, sagt Bezirksamtssprecher Dr. Sebastian Kloth auf Anfrage.

Dabei zeigt die Senatsantwort auf eine CDU-Anfrage in der Bürgerschaft, dass es durchaus anders geht: So ist der Bezirk Harburg seit 2017 bei Facebook aktiv (823 Follower), seit 2018 zudem bei Instagram (321 Follower) und Twitter (797 Follower). Und auch das Bezirksamt Wandsbek twittert seit vergangenem Jahr, erreicht so 362 Teilnehmer. Die Zahl der Postings ist allerdings noch eher gering. So stellte das Bezirksamt Harburg beispielsweise bei Facebook 2018 nur 24 Beiträge ins Netz, also statistisch zwei im Monat.

Bergedorf sei aber auch ohne eigenen Facebook-Account „schon ziemlich gut“, meint Dr. Sebastian Kloth. Das Bezirksamt sei in zahlreichen lokalen Facebook-Foren unterwegs (etwa bei „Du bist ein Bergedorfer“, „Du bist ein Vierländer“) und poste dort aktiv Infos. „Das wird von den Bürgern sehr wahrgenommen.“ Auch die Resonanz auf die Bergedorfer Internet-Seite (über hamburg.de) sei 2018 bei den Klicks durch die Decke gegangen. „Das lag aber sicher an Ereignissen wie dem Starkregen an Himmelfahrt.“

Die Diskussion über einen eigenen Facebook-Account sei noch nicht abgeschlossen, so Kloth, jedoch sei fraglich, ob so wirklich mehr Bürger als bisher erreicht werden. Netzwerke wie Twitter spielen nach seinen Worten in Bergedorf kaum eine Rolle.