Verfolgung

A25: Streifenwagen rammt Fluchtfahrzeug in Leitplanke

Auf der  A25 kurz vor Bergedorf endete die Verfolgungsfahrt. Ein Streifenwagen rammte das Fluchtfahrzeug und drückte es gegen die Leitplanke.

Auf der  A25 kurz vor Bergedorf endete die Verfolgungsfahrt. Ein Streifenwagen rammte das Fluchtfahrzeug und drückte es gegen die Leitplanke.

Foto: Lars Ebner

Bergedorf. Nach mehr als 30 Kilometer Verfolgung hat ein Streifenwagen auf der A25 ein Fluchtfahrzeug gerammt. Der Fahrer wurde festgenommen.

Bergedorf. Eine Verfolgungsfahrt wie im Film: Am Sonntagabend wollte die Polizei in Breitenfelde bei Mölln einen Opel Vivaro kontrollieren. Der Fahrer wurde wegen eines mutmaßlichen Einbruchs verdächtigt. Doch statt anzuhalten gab der Verdächtige Vollgas, Flüchtete die B 404 in Richtung Autobahn. Immer mehr Streifenwagen nahmen die Verfolgung auf.

Der Opel überfuhr mehrere rote Ampeln und raste mit 100 Stundenkilometer durch die Ortschaften. Der Tross überquerte die A24 raste durch Schwarzenbek in Richtung Hamburg. Insgesamt zwölf Streifenwagen waren in die Verfolgung des flüchtigen Opels eingebunden, darunter auch fünf Fahrzeuge der Hamburger Polizei.

Flucht endet mit Unfall auf der A25

Auf der A25, zwischen Curslack und Bergedorf, kam es dann zum Unfall: Ein Streifenwagen wollte sich vor das Fluchtfahrzeug setzen und dieses ausbremsen, doch der Opel-Fahrer versuchte mit hoher Geschwindigkeit rechts zu überholen. Das Polizeiauto rammte den Opel in die Fahrerseite, drückte ihn rechts gegen die Leitplanke. Doch obwohl Fahrer- und Beifahrertür durch den Unfall blockiert waren, gab der Flüchtige nicht auf. Er kletterte durchs Fenster, versuchte durch das Schilf über ein benachbartes Feld zu entkommen. Dort klickten dann schließlich die Handschellen.

Der 42-Jährige aus Quickborn begründete seine Flucht damit, Alkohol getrunken und Drogen konsumiert zu haben. zudem hatte er keinen gültigen Führerschein. Dem Festgenommenen wurde eine Blutprobe entnommen. Der Mann war gegen 19.50 in Breitenfelde einem Firmeninhaber aufgefallen. Über eine Überwachungskamera hatte dieser beobachtet, wie sich jemand unrechtmäßig auf dem Gelände seiner Landmaschinen und Fahrzeugbau-Firma aufhielt und die Polizei wegen eines mutmaßlichen Einbrechers informiert. Einbruchsspuren konnten die Beamten aber nicht entdecken.

Bei der Verfolgung und Festnahme verletzten sich zwei Polizisten leicht. An dem Streifenwagen entstand etwa 3000 Euro Sachschaden.