Bergedorf

Verlängerung für den Stadtschreiber

Literatur-Stipendium Jetzt vier statt drei Monate – Neue Ausschreibung startet

Bergedorf. . Was geschieht, wenn sich die Welt scheinbar aus dem Nichts verändert? Wie reagiert ein Partner, wenn der andere buchstäblich aus dem Nichts verschwindet?

Mit Fragen wie diesen müssen sich Autoren beschäftigen, die von August an für vier Monate „Hamburger Gast 2019“ werden wollen. Das mit 6000 Euro dotierte Stadtschreiber-Stipendium ist mit dem Jahreswechsel zum vierten Mal in seine Ausschreibung gestartet. Thema der fünfseitigen Kurzgeschichten (maximal 9000 Zeichen) ist in diesem Jahr „Aus dem Nichts“. Bewerben können sich Profis wie Hobby-Autoren. Einsendeschluss ist der 1. April. Alle Details unter: www.hamburger-gast.de.

„Wir sind riesig gespannt auf die Einsendungen und freuen uns schon aufs Lesen“, sagt Ella Marouche vom Bergedorfer Verein Kulturelle Initiativen, der das von unserer Zeitung präsentierte Projekt auch in diesem Jahr wieder organisiert. Unterstützt von der Kulturbehörde, dem Hauptsponsor Hamburger Volksbank und jetzt erstmals auch der Stiftung öffentliche Bücherhallen, wird der Stadtschreiber nach seiner Amtseinführung am 3. August im Bergedorfer Schloss (18.30 Uhr; freier Eintritt) erstmals an vier über ganz Hamburg verteilten Orten arbeiten.

Den Auftakt bildet wie immer der August als Bergedorfer Schloss-Schreiber. Es folgt der September im Foyer des Schmidt-Theaters auf der Reeperbahn, bevor es im Oktober in die KulturWerkstatt an den Harburger Binnenhafen geht. Neu ist das Finale im November: Diesen zusätzlichen Monat verbringt der Stadtschreiber in der Zentralbibliothek der Bücherhallen am Hühnerposten gleich neben dem Hauptbahnhof. Dort soll am 28. November auch die Abschiedslesung sein.

Wohnen wird der „Hamburger Gast 2019“ die ganzen vier Monate im Künstlerhaus Vorwerkstift im Karolinenviertel. Mit den ebenfalls gestellten HVV-Monatskarten ist er flexibel in der ganzen Stadt unterwegs – wo er zu mindestens drei weiteren Lesungen einladen wird.

Wer das Stipendium erhält, entscheidet die Jury Ende Mai. Durchschnittlich haben sich in den vergangenen Jahren 130 Autoren beworben. Neben dem Hamburger Gast werden zwei mit je 500 Euro dotierte zweite Preise vergeben.