Bergedorf.

Der 100. „Behrmann-Kurier“ ist da

Jubiläumsausgabe  Bewohner des Betreuungszentrums machen seit 1993 ihre eigene Zeitung

Bergedorf.  Rechtzeitig vor Weihnachten wurde sie fertig: Die 100. Ausgabe des „Behrmann-Kurier“ liegt seit Kurzem vor und wird von den mehr als 100 Bewohnern der Senioren-Pflegeeinrichtung und den Mietern der Service-Wohnanlage an der Justus-Brinckmann-Straße mit höchster Aufmerksamkeit gelesen. „Die Jubiläumsausgabe hat wie die meisten anderen 32 Seiten und enthält einen ausführlichen Rückblick auf die Anfänge unseres Blatts“, sagt Peter Lippert, eifrigster Schreiber in der Redaktion des „Behrmann-Kurier“.

Im Frühjahr 1993 entwickelten zwei Bewohnerinnen der heutigen Service-Wohnanlage die Idee, für die Nachbarn in der Anlage und später auch für die Pflegeeinrichtung ein „Mitteilungsblatt“ herauszugeben. Mit-Initiatorin Maria Völcker arbeitet bis heute in der Redaktion, ihre Spezialität sind Gedichte – sei es über das gelungene Sommerfest oder über den neuen Aufzug.

Die erste Ausgabe dieses Blättchens hatte gerade mal vier DIN-A-5-Seiten und beinhaltete neben kurzen Beobachtungen aus der Umgebung und Gedichten auch die Aufforderung an alle Bewohner, Beiträge zu liefern. Außerdem wurde ein Name für die neue Zeitung gesucht. Die zweite Ausgabe hieß dann schon „Behrmann-Kurier“, der fortan drei- bis viermal im Jahr erschien und innerhalb von zehn Jahren auf den stattlichen Umfang von 30 bis 36 Seiten heranwuchs.

Bis heute sind es die Mieter des Service-Wohnens und die Bewohner der Pflegeeinrichtung, die den „Behrmann-Kurier“ zusammenstellen und gestalten – anders als die Farb-Broschüre „Blickpunkt“, welche die Georg-Behrmann-Stiftung immer zum Jahres-ende für die Leute im Betreu-ungszentrum herausgibt. Beim bis heute in schwarz-weiß gedruckten „Behrmann-Kurier“ helfen Stiftungs-Geschäftsführer Ingo Pfaffenberger und Hausleiterin Vera Lütke Wissing lediglich in formalen und organisatorischen Dingen. Die Seele hauchen allein die Bewohner ihrem Blatt ein.

Und während die Senioren an der Justus-Brinckmann-Straße 60 noch am „Brückenrätsel“ von Linda von der Heide knobeln oder die Zeichnungen von Ilse Anton begutachten, arbeitet die Redaktion schon an der 101. Ausgabe, die im März erscheint. „Es gibt auf jeden Fall einen Bericht über die Feier zum 50-jährigen Jubiläum des Behrmann-Stifts vom 29. November“, verrät Peter Lippert.

Auch vorgesehen ist eine Konzertkritik vom Auftritt des Cantus-Chors im Betreuungszentrum. Außerdem hat eine Bewohnerin bereits eine humorige Betrachtung zum Thema „Närrischer Monat April“ mit seinen Wetter-Kapriolen eingereicht, und es soll auch ein Porträt von Geschäftsführer Ingo Pfaffenberger geben.