Neuer Kalender

Wissenshäppchen über Hamburg und Bergedorf

Bergedorf.  Hätten Sie gewusst, dass der britische Prince of Wales 1932 Hamburg besuchte und bei einem Besuch der Laubenganghäuser an der Oberschlesischen Straße einfach an einer Wohnungstür klingelte, nur um hineinzusehen? Oder dass die erste deutschlandweite Ziehung der Lottozahlen 1955 in Hamburg geschah – und dass ein Waisenmädchen die Gewinnnummern zog? Das und mehr ist in einem Abreißkalender „Hamburg-Wissen für das ganze Jahr“ nachzulesen, der jetzt für 2019 im Emons-Verlag erschienen ist.

Und auch Bergedorf wird in den kleinen Tages-Episoden und Wissenshäppchen berücksichtigt. So erfahren die Leser am 21. Januar, dass mit der Eröffnung des Kulturzentrums Lola 1992 in der ehemaligen Lohbrügger Polizeiwache die ersten Partys sogar noch in alten Gefängniszellen gefeiert wurden. Am 8. März geht es um die Malerin und Grafikerin Alma Del Blanco, der in Bergedorf eine Straße gewidmet ist. Zudem gibt es kleine Infos zur Reit, der „Eselei“, dem Hof Eggers und der Festnahme des RAF-Terroristen Christian Klar 1982 im Sachsenwald.

Manche Texte werden den Ur-Bergedorfer zwar nicht überraschen – etwa die Hinweise auf das Maler- und Lackierermuseum am Billwerder Billdeich oder das Pegelhaus Zollenspieker. Und auch bei anderen Geschichten ist spürbar, dass Autorin Simone Glöckler keine geborene Hamburgerin ist. Etwa wenn sich die Überschrift „Auch Hamburg hat ein Schloss“ nicht etwa auf das Bergedorfer Schloss, sondern das „Elbschlösschen“ in Blankenese bezieht, in dem heute die Reemtsma-Stiftung ihren Sitz hat.

Doch der Wandkalender soll sich auch eher an „Hamburg-Liebhaber“ richten, heißt es. Er kostet im Handel 12,95 Euro.