Klimazeichen Bergedorf

Tauschbasar und Repair-Café schützen die Umwelt

„Eigentlich sollte jeder so einen Beutel haben“, sagt Laura Stährmann, Schichtleiterin bei den „Brotrettern“.

„Eigentlich sollte jeder so einen Beutel haben“, sagt Laura Stährmann, Schichtleiterin bei den „Brotrettern“.

Foto: Tim Schreiber / BGZ / Tim Schreiber

Bergedorf. Upcycling, Tauschbasar und Umweltpädagogen sind die Protagonisten von „Die krumme Möhre und der Plastikfisch“.

Bergedorf.  Ein bisschen Klarsichtfolie, eine hübsche Schleife – alles soll zum Fest hübsch eingepackt werden. Aber tut das unserer Umwelt gut? Längst bekannt ist, dass Verpackungsmüll und Plastik im Meer landen, zuerst den Fischen und dann den Menschen schaden. Längst bekannt ist auch, dass jeder Europäer jährlich etwa 55 Kilogramm Lebensmittel wegwirft – etwa weil die krumme Möhre nicht dem Ideal entspricht. Jetzt wollen sich viele Bergedorfer Akteure an der „Kreativ-Woche zu Müll und anderen bunten Gestalten“ beteiligen und zur Abfallvermeidung aufrufen. Motto: „Die krumme Möhre und der Plastikfisch“.

Den Anfang macht der Upcycling-Markt von „mittendrin“ an der Bleichertwiete 29 a: Am Sonnabend, 17. November, werden hier Unikate verkauft, die mal eine Flasche waren, eine Jeans, ein Plastikbehälter oder ein Stück Stoff vom Strandkorb. Dazu wird von 14 bis 18 Uhr gebastelt, gespielt und vorgelesen.

Im Repair Café helfen Profis

Weiter im Programm folgen zwei Filme im „Café Chrysander“: Am 21. November läuft der Kinostreifen „Taste the Waste“. Vorab, 19 Uhr, berichtet der Verein Foodsharing über seine Aktionen zur Lebensmittelrettung. Der zweite Film heißt „Plastic Planet“ und wird am 23. November an der Chrysanderstraße 61 gezeigt. Von 19 Uhr an berichtet zunächst eine „Zero-Waste“-Aktivistin von vielen Hürden und ihren Erfolgen. Zudem stellen sich die künftigen Betreiber des Unverpackt-Ladens im Reetwerder vor.

Wer einen wackeligen Rührer hat, einen bockigen Toaster oder eine nervige Flackerlampe besitzt, ist am 24. November beim „Repair-Café“ im Kulturhaus an der Serrahnstraße willkommen. Erfahrene Handwerker reparieren von 14 bis 17 Uhr Elektrogeräte gegen Spenden. Wenn allerdings nichts mehr zu machen ist. . . muss was Neues her - oder doch lieber etwas Gebrauchtes? Man könnte sich ja mal beim ersten „Tauschbasar im Schloss“ umgucken, der am selben Tag von 12 bis 15 Uhr steigt: Jeder darf bis zu zehn Sachen zum Tausch mitbringen, etwa Bücher oder Kleidung. Auch auf dem Heimweg gilt der Umweltgedanke: Nur so viel, wie ich brauche und tragen kann!

Büdel bei den Brotrettern

Von wegen Tragen: Da Plastiktüten nicht mehr angesagt sind, bieten Bergedorfer Bäckereien in der Aktionswoche einen kleinen Rabatt für alle, die einen eigenen Beutel mitbringen. Teilnehmende Bäckereien finden sich unter www.klimazeichen-bergedorf. de. Außerdem hat das Rathaus einen exklusiven „Bergedorfer Brötchen-Büdel“ gestalten lassen, der am Dienstag, 20. November, von 10 bis 11 Uhr kostenlos bei den „Brotrettern“ an der Alten Holstenstraße 12 ausgegeben wird.

Nicht zuletzt weist die Stadtreinigung darauf hin, dass sie Umweltpädagogen kostenlos in Kitas und Schulen schickt. Die informieren dort über Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft: Was ist alles drin in unserem Müll und wie wird er sortiert? Wer sich für das „Müllmobil“ interessiert, schreibt an paedagogik @stadtreinigung.hamburg.