Bergedorf

Veranstaltungen zum Gedenken

u Um 9 Uhr beginnt am Sonntag, dem Volkstrauertag, am Hochkreuz auf dem Bergedorfer Friedhof die Kranzniederlegung, bei der Michael Mirbach (Die Linke) eine Gedenkrede hält. Bezirksamtsleiter Arne Dornquast wird das Totengedenken vorlesen. Anschließend wird an der sowjetischen Kriegsgräberstätte ein Kranz niedergelegt. Zudem verteilen Bergedorfer Stadtteilschüler einen Infoflyer und informieren über ihre Erinnerungsarbeit, für die sie Zeitzeugen befragt haben.

u Was hat der Volkstrauertag uns heute noch zu sagen, welche Bedeutung geben wir ihm? Diese Fragen werden beim Kirchspiel-Gottesdienst gestellt, der um 10.30 Uhr in der Lohbrügger Erlöserkirche beginnt. In Gedenken an alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wird danach ein Kranz am Mahnmal vor der Kirche niedergelegt. Zudem können sich Besucher die Ausstellung „Neue Anfänge nach 1945“ anschauen.

u Zwei Tage später, am Dienstag, 16 Uhr, lädt Pastorin Angelika Schmidt zum „Erzählcafé“ an die Lohbrügger Landstraße 9, um politische Situationen zu erinnern und über Menschen zu berichten, die nach 1945 in der Kirche verantwortlich waren.

u An die vier „Lübecker Märtyrer“, die 1943 in Hamburg mit dem Fallbeil hingerichtet wurden, erinnert der katholische Pfarrer Markus Diederich am Donnerstag, 29. November, in der Erlöserkirche. Wer waren diese Geistlichen, die sich dem Schweigen, Gehorsam und der „Gleichschaltung“ widersetzten? Sein Vortrag beginnt um 19 Uhr.

u Als letzten Teil der „Woche des Gedenkens“ schließt sich am Sonntag, 4. Dezember, Pastor Thomas Reinsberg an, der in Lohbrügge über Adalbert Paulsen berichten wird (ab 19.30 Uhr). Er war 2932 der NSDAP beigetreten und zählte zu den „Deutschen Christen“, die ihn bei der „Braunen Synode“ 1933 zum alleinigen Landesbischof Schleswig-Holsteins machten. Trotz zunehmender Widerstände blieb Paulsen bis 1945 im Amt. Anschließend, von 1948 bis 1959, predigte er in der Lohbrügger Erlöserkirche.