Lesegeräte

HVV-Card: Moderne Technik mit Lücken

Neues PVS-Lesegerät in einem Bus der Hochbahn.

Neues PVS-Lesegerät in einem Bus der Hochbahn.

Foto: HVV Vohl / HVV

Bergedorf. Busse der Hochbahn erhalten jetzt nach und nach Lesegeräte für die HVV-Card. Bei den VHH hat der Einbau noch nicht begonnen.

Bergedorf.  Seit etwa zwei Jahren bietet der Hamburger Verkehrsverbund seinen Kunden die HVV-Card an, die man am Fahrkartenautomaten als Zahlungsmittel einsetzen kann und die gleichzeitig als Fahrausweis gilt – für Einzelfahrten oder auch als Zeitkarte. Bei Kontrollen steckt das Prüfpersonal die HVV-Card in ein Lesegerät und überprüft so die aktuelle Gültigkeit am Ort der Prüfung.

300.000 HVV-Cards ausgegeben

Seit dem vergangenen Jahr werden auch die Monats- und Abokarten, die bisher aus Pappe waren, sukzessive durch die HVV-Card ersetzt. Laut HVV-Sprecherin Silke Seibel wurden bisher insgesamt 300.000 dieer Karten ausgegeben, bis Februar 2019 sollen sämtliche Abonnenten mit HVV-Cards ausgestattet sein.

Im Bus ohne Bargeld bezahlen

Eine praktische Sache, kann die Karte doch das Hantieren mit Bargeld im Bus ersetzen. Derzeit hat das Zahl- und Kontrollsystem aber noch eine erhebliche Lücke. So gibt es in den Bussen der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) bislang keine Lesegeräte. Für die Verkehrsbetriebe hat das auch zur Folge: Der Fahrer hat beim Einstieg keine Möglichkeit zu überprüfen, ob eine ihm vorgezeigte HVV-Card überhaupt gültig ist, oder ob sie vielleicht nur in anderen Tarifzonen oder auch gar nicht gilt. Auch Fahrer von Schnellbussen können nicht ergründen, ob der Fahrgast mit HVV-Card den erforderlichen Zuschlag gezahlt hat. Bei Fahrscheinen und Monatskarten in Papierform war das noch möglich. Die noch vor wenigen Jahren von den Verkehrsbetrieben gestartete Kampagne „Vorn einsteigen und dem Fahrer den Fahrausweis zeigen“ ist dadurch hinfällig.

Zwei Geräte pro Fahrzeug

In Hamburg gibt es nun allmählich Abhilfe. Die ersten Busse der Hochbahn wurden vergangene Woche mit Lesegeräten fürs Prüf- und Verkaufsystem (PVS) ausgerüstet – zwei Geräte pro Fahrzeug. Am Einstieg hält der Fahrgast seine Karte an den Leser – und dieser gibt ein Signal, ob die Karte jetzt und hier gültig ist. Bis Mitte 2019 soll das System in allen Hochbahnbussen installiert sein.

VHH-Busfahrer können Karte noch nicht prüfen

Im Raum Bergedorf haben Schwarzfahrer im Bus noch bessere Karten – solange kein Kontrolleur kommt. Denn in VHH-Bussen gibt es noch keine PVS-Lesegeräte. „Es ist geplant, am Standort Bergedorf in der nächsten Woche mit dem Einbau zu beginnen“, sagt VHH-Sprecherin Anja Giercke auf Anfrage. Wann der letzte VHH-Bus an der Reihe ist, ist noch unklar