Sportflächen-Mangel

Die TSG will eine Dreifeld-Sporthalle auf Stelzen bauen

Auf dem Parkplatz des TSG-Sportforums am Billwerder Billdeich hätte noch eine Dreifeldhalle Platz.

Auf dem Parkplatz des TSG-Sportforums am Billwerder Billdeich hätte noch eine Dreifeldhalle Platz.

Foto: BGZ / Ulf-Peter Busse

Bergedorf. Am Sportforumm ist eine Sporthalle samt Tribüne für acht Millionen Euro gewünscht

Bergedorf.  Nicht nur Bergedorfs Schulen werden künftig knackevoll sein, wenn der Bezirk weiter wächst. Mit der steigenden Bevölkerungszahl werde es bald auch an Sportflächen mangeln, warnt Boris Schmidt, Geschäftsführer der TSG mit ihren knapp 11.000 Mitgliedern: „Die Hallen sind alle voll belegt, viele Schulen haben Schwierigkeiten, die dritte Schulsportstunde anzubieten.“ Der umtriebige Vereinsfunktionär bietet der Stadt eine Kooperation an – und schlägt den Bau einer Sporthalle auf Stelzen vor.

Schulen könnten die neue Halle bis 17 Uhr nutzen

Konkret geht es um den Parkplatz des TSG-Sportforums am Billwerder Billdeich, eine städtische Fläche. Laut Schmidt würde die TSG über den Parkplätzen gern eine aufgeständerte Dreifeldhalle bauen und betreiben: „Die Stadtteilschule Bergedorf, die Schule am Richard-Linde-Weg und auch ein neues Gymnasium an der Billwerder Straße wären dicht genug dran, um die Halle bis etwa 17 Uhr nutzen zu können“, meint Schmidt.

TSG will sich mit zwei Millionen Euro beteiligen

Die Kosten kalkuliert er mit etwa acht Millionen Euro, zwei Millionen Euro davon würde die TSG beisteuern. Denn der Verein möchte in dem Bau auch einen Verwaltungstrakt unterbringen und benötigt für Veranstaltungen zudem eine Tribüne. Boris Schmidt: „Die Finanzierung kann gelingen, wenn Schulbehörde und der Investitionsfonds der Bürgerschaft sich beteiligen. Die andere Hälfte wäre durch eine Rise-Förderung in Bergedorf-West möglich.“

Plus zehn Jugendwohnungen

Ein weiterer Baustein könnten Jugendwohnungen sein – kleine Wohnungen für etwa zehn junge Menschen, die von Sozialpädagogen betreut werden: „Als Träger der Jugendhilfe könnten wir eine solche öffentliche Unterbringung anbieten“, sagt Schmidt.

Auch Betrieb einer Kita denkbar

Der Ideen scheinen keine Grenzen gesetzt, die TSG kooperiere gut mit den Schulen, etwa an der Sander Straße: „Die warten schon lange auf einen Anbau. Und vielleicht könnten wir auch eine Kita auf dem Gelände betreiben“, überlegt der TSG-Chef, der „sämtliche Synergien nutzen“ möchte. Erste Vorgespräche seien auf dem Weg: „Bald sitzen alle an einem Tisch.“

Sanierungsproblem am Binnenfeldredder

Bislang sind die Pläne weder im Bezirksamt noch in der Lokalpolitik bekannt. Der Sport-Ausschuss beschäftigte sich gestern Abend vielmehr mit der desolaten Sportanlage am Binnenfeldredder: Inzwischen hat sich auch der Elternrat des Gymnasiums Lohbrügge beschwert, dass – trotz Sportprofils – bereits zweimal die Bundesjugendspiele abgesagt wurden: Angesichts löchriger Tartanbahnen, Grasbewuchs und Steinchen auf der Lauffläche würden die Fachlehrer die Verantwortung ablehnen.