Wanderausstellung

Wie die Kirche nach 1945 zum Neuanfang arbeitete

Lohbrügge.  Auch die evangelische Kirche spielte zu Zeiten des Nationalsozialismus längst nicht immer eine rühmliche Rolle. Eine von der Nordkirche in Auftrag gegebene Wanderausstellung „Neue Anfänge nach 1945?“ beschäftigt sich nun mit diesem Thema. Sie ist ab Sonnabend, 17. November, in der Erlöserkirche in der Lohbrügger Kirchstraße 9 zu sehen. Zur Eröffnung um
18 Uhr werden auch Propst Matthias Bohl und Schulsenator Ties Rabe erwartet.

Die Ausstellung geht der Frage nach, wie der Neuanfang nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Bereich der Kirche verstanden und in die Wege geleitet wurde. Betrachtet wird der Zeitraum von 1945 bis 1985. Wie wurden in den nordelbischen Kirchen das Kriegsende und die militärische Niederlage Deutschlands empfunden und gedeutet? Wie konsequent versuchte man, mit den menschenverachtenden Denkmustern der Nazis zu brechen? Gezeigt wird, in welcher Weise sich die lange Zeit vorherrschende nationalprotestantische Mentalität nach 1945 zunächst wieder durchsetzte. Gezeigt wird aber auch der mühevolle Weg der Auseinandersetzung, der schließlich zu einer Veränderung der Kirche führte.

Die Ausstellung ist bis zum 13. Dezember zu sehen (sonntags 11 bis 12.30, mittwochs 18 bis 20 Uhr, donnerstags 15 bis 17 Uhr). Verschiedene Veranstaltungen begleiten die Ausstellung, etwa ein Kirchspielgottesdienst am Volkstrauertag, 10.30 Uhr.