Weihnachtsgeschäft

Einzelhändler fürchten Online-Konkurrenz nicht

Bergedorf. Fortsetzung von Seite 1

Gerade erst war verkaufsoffener Sonntag, schon nimmt das Weihnachtsgeschäft Fahrt auf. Entsprechend gut ist die Stimmung im Bergedorfer Einzelhandel. Und auch eine Umfrage, nach der immer mehr Deutsche ihre Weihnachtsgeschenke online kaufen wollen, tut dem Optimismus keinen Abbruch.

„Wir hatten einen super Sommer und einen guten Herbst. Die Händler sind auch für das Weihnachtsgeschäft zuversichtlich“, sagt Lutz Müller, Center-Manager des City-Center Bergedorf (CCB). Er rechnet nicht damit, dass sich die Umsätze des Weihnachtsgeschäfts weiter in den Online-Handel verlagern. Dafür sorgten die weihnachtliche Atmosphäre in der Innenstadt und das Einkaufen wie in der guten alten Zeit.

Gerade bei hochwertigeren Produkte sei es den Menschen zudem wichtig, beraten zu werden und die Ware auch in die Hand nehmen zu können. Sogar Kunden, die sich im Geschäft beraten lassen und dann günstig im Internet bestellen, seien kein großes Problem: „Es gibt Untersuchungen, die zeigen: Das gibt es genauso andersherum“, so Müller, also im Internet stöbern, vor Ort zuschlagen.

„Am Ende kommen die Leute doch auch einfach gern in die Läden“, sagt Christoph von Have, Weinhändler aus dem Sachsentor. An Weihnachten stünden Einkaufserlebnis und Ambiente ganz vorn, und den Händlern im Sachsentor sei es wichtig, dass die Kunden weihnachtlichen Einkaufsspaß haben. Bislang deutet, so von Have, alles darauf hin, dass das Weihnachtsgeschäft nicht schlechter als im Vorjahr wird. Dazu trägt beim traditionsreichen Händler aber auch der eigene Online-Shop bei, in dem selbst hergestellte Produkte vertrieben werden.

Ein näheres Zusammenrücken von stationärem und Online-Handel sieht auch der Handelsverband Nord. Entsprechend schwer sei es, eine Verlagerung zwischen den Vertriebswegen zu beziffern. Klar ist laut Verband jedoch, dass das Weihnachtsgeschäft für den Handel enorm wichtig ist: „Je nach Branche wird in der heißen Phase 20 Prozent des Jahresumsatzes erzielt, teilweise sogar noch mehr“, sagt Geschäftsführerin Mareike Petersen.