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P+R-Platz Bergedorf-West ab Januar wieder nutzbar

Wie Maulwurfshügel aus Beton reihen sich die Fundamant-Reste der Flüchtlingsunterkunft auf dem P+R-Platz Friedrich-Frank-Bogen aneinander.

Wie Maulwurfshügel aus Beton reihen sich die Fundamant-Reste der Flüchtlingsunterkunft auf dem P+R-Platz Friedrich-Frank-Bogen aneinander.

Foto: Ulf-Peter Busse

Bergedorf-West. Noch in diesem Jahr sollen die 230 Parkplätze wieder nutzbar sein.

Bergedorf-West.  . Noch wirkt der ehemalige P+R-Platz am Friedrich-Frank-Bogen wie von Maulwürfen durchzogen – allerdings mit Haufen aus Beton und Gehwegplatten. „Das sind die Fundament-Reste der Containergebäude, die wir noch in dieser Woche beseitigen“, verspricht Susanne Schwendtke, Sprecherin des Flüchtlingsunterkunft-Betreibers fördern & wohnen, viel Tempo. Zu deutlich war die Kritik aus Bergedorf am zögerlichen Rückbau des 2015 für eigentlich nur ein halbes Jahr zur Unterkunft für 208 Flüchtlinge umfunktionierten, 230 Parkplätze großen Areals.

Gemeinsame Ausschreibung von P+R-Gesellschaft und fördern & wohnen

Dass jetzt alles möglichst schnell gehen soll, unterstreicht auch P+R-Geschäftsführer Jan Krampe: „Wir haben mit fördern & wohnen zusammen eine gemeinsame Ausschreibung formuliert, damit die Wiederherrichtung der Fläche in einem Stück erfolgen kann.“ So werde vermieden, dass erst der alte Zustand wie in 2015 geschaffen und die übergebene Fläche dann erst von P+R den heutigen Anforderungen angepasst wird.

Technik wird gleich mit eingebaut

„Von uns eingeflossen sind Dinge vom Pflaster über die Beleuchtung bis hin zu technischen Einrichtungen, etwa in den Boden eingelassene Schleifen für das elektronische Parkleitsystem“, sagt Krampe. Weniger konkret bleibt dagegen fördern & wohnen: „Wir können den Untergrund erst nach der Fundament-Beseitigung prüfen, um einzuschätzen, ob nach drei Jahren Nutzung als Flüchtlingsunterkunft mehr als die erwarteten Arbeiten nötig sind“, sagt Susanne Schwendtke. „Erst dann lassen sich eine genaue Kostenschätzung und ein verlässlicher Terminplan aufstellen.“ Geplant sei die Übergabe und damit Wiederinbetriebnahme als P+R-Fläche Ende Dezember dieses Jahres.

Kein Platz für Bürgerhaus Westibül

Bergedorfer Ideen, das Bürgerhaus Westibül auf einem Teil der Fläche neu zu bauen, kennt Jan Krampe nicht: „Wir gehen davon aus, das ganze Areal zum ebenerdigen P+R-Platz zu machen.“

Grüne fordern „Ort der Begegnung“ statt Parkfläche

Da sehen zumindest Bergedorfs Grüne das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Es soll kein neuer Parkplatz entstehen, sondern ein für die Menschen sinnvoller Ort der Begegnung“, sagt ihr Bezirksabgeordneter Heribert Krönker. „Wir wollen hier einen Platz schaffen, der den Stadtteil belebt.“