Bergedorf.

Haus im Park: Nachfolger plant schon

Begegnungszentrum Erstes Spendenziel nach drei Wochen erreicht – Info-Abend am 28. September

Bergedorf.  Die Pläne für einen Nachfolgebetrieb im Haus im Park haben nochmals an Fahrt gewonnen, seit die Körber-Stiftung verkünden musste, dass sie die Therapieangebote im Villengebiet bereits diesen Monat einstellen muss – gut zwei Jahre früher als geplant: Der „Verein Begegnungszentrum im Park“, der das beliebte Bewegungsbad fortführen will und verschiedene Therapieangebote plant, liegt gut im Zeitplan, hat sogar vorzeitig die nächste Hürde genommen.

Wer am Wochenende die aktuelle Seite für das Crowd-funding-Projekt Begegnungszentrum im Park erreichte, sah noch andere Zahlen. Die Aktualisierung hinkt derzeit etwas hinterher. Tatsächlich hat die Spendensammlung für ein BiP im aktuellen Haus im Park jedoch das für drei Monate gesetzte Ziel bereits nach drei Wochen erreicht.

„Wir haben auf unserem Crowdfunding-Konto bei der Volksbank Stormarn tatsächlich schon etwa 28 000 Euro verzeichnet. Rechnen wir noch Irrläufer auf einem Haspa-Konto mit, sind wir bereits bei 30 000 Euro“, berichtet Jochen Berz, Vorsitzender des Trägervereins. Die Freude ist umso größer, als ein Ende der Spendenbereitschaft bislang nicht zu erkennen ist.

„Jeder weitere Spenden-Euro reduziert unseren Kreditbedarf, entlastet das Projekt weiter“, betont der Vize-Vereinsvorsitzende Rüdiger-Horst Bambach. Derzeit betreibt die Körber-Stiftung das Haus im Park noch. Voraussichtlich Anfang 2021, will sie nach Fertigstellung ins neue Körber-Haus im Herzen Bergedorfs umziehen, Die Stiftung hat dem BiP-Projekt 25 000 Euro zugesagt, so denn das Crowdfunding mindestens ebenfalls 25 000 Euro erbringt.

Sechs Privatpersonen und der Verein haben sich zur Gründung einer gemeinnützigen gGmbH zusammengefunden, 30 000 Euro bringen die Gesellschafter ein. „Wir warten weiter darauf, dass uns das Finanzamt die Gemeinnützigkeit bestätigt, dann gehen wir in Gründung“, so Bambach.

Das Team um ihn, Berz und Silke Roddewig plant mit der Körber-Stiftung für Freitag, 28. September, eine Info-Veranstaltung am Gräpelweg 8. Von 17.30 Uhr an wollen sie den vielen interessierten Bergedorfern erläutern, wie es mit dem BiP weitergeht. „Die aktuelle Physikalische Therapie schließt zum 29. September, wir wollen aufklären, was dann geschieht“, so Berz.

Die Pläne und die Finanzierung für den notwendigen Umbau stehen. Die Arbeiten sollen im Oktober erledigt werden, bereits Anfang November die Physiotherapie wieder öffnen. Derzeit suchen die Aktiven und der neue Leiter weitere Therapeuten für ein Team von insgesamt acht Experten. Dass diese gut zu tun haben werden, zeichnet sich bereits ab.

„Auf einer Liste im HiP können sich Patienten eintragen, die nach dem Umbau dort weiter behandelt werden wollen, es sind jetzt schon gut 150“, berichtet Bambach. Etwas schwieriger gestaltet sich derzeit noch die Suche nach Therapeuten. „Der Markt ist ziemlich leergefegt, aber bei einem solchen Projekt dabei zu sein, das reizt viele“, weiß Schatzmeisterin Silke Roddewig, selbst als Therapeutin in Bergedorf tätig. Inzwischen laufen Einstellungsgespräche.