Bergedorf

Helfer entmüllen den Serrahn

Vereine fischen Räder und Automaten aus dem Wasser

Bergedorf.  Verrostete Fahrräder, Verkehrsschilder, Einkaufswagen, Kühlelemente und sogar einen kompletten Flummi-Automaten inklusive zahlreicher kleiner Gummibällchen – alles Dinge, die am Sonnabend aus dem Wasser des Serrahns gefischt wurden. Dafür hatten sich 30 Freiwillige aus den Vereinen Bergedorfer Hafen und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Bergedorf gefunden, um gemeinsam rund um den Serrahn aufzuräumen. Fürs Wasser waren die 15 Lebensretter, hauptsächlich Jugendliche, zuständig. Um das Ufer rund um Bergedorfs Hafen kümmerte sich die andere Hälfte der engagierten Teilnehmer.

Dierk Kohlhardt beispielsweise spielte den Bergedorfer Hummel Hummel und schöpfte pausenlos Wasser aus dem Hafenbecken. 25 Eimer stapelten sich so zeitweilig am Anleger vor der Kaimauer. Fleißige Helfer schleppten sie zu den Beeten und Pflanzen und wässerten diese. „Alles, was wir hier im und am Wasser an Müll finden, landet dort drüben im Container, den die Firma Buhck uns kostenlos zur Verfügung gestellt hat“, erklärte Michael Wenk und zeigte auf das gegenüberliegende Ufer vor dem CCB. Er gehört genau so wie Kohlhardt zum Vorstand des Hafenvereins.

Die freiwilligen Helfer vom DLRG hatten auch eines ihrer Motorboote mitgebracht, um den Müll aus dem Wasser zu bergen. In schützenden Anzügen wateten sie durch das Wasser, das ihnen teilweise bis zur Brust reichte, und fischten Müll. Beim DLRG-Bezirk Bergedorf sind derzeit 25 Jugendliche gemeldet. „Wir suchen immer interessierten Nachwuchs“, so Arne Schicke, der den Einsatz am Sonnabend leitete. Zahlreiche spannende Aufgaben werden von der DLRG erfüllt. Neben dem Dienst am Wasser würden Großveranstaltungen wie etwa Ruder- oder Triathlon-Wettkämpfe von den Rettungsschwimmern abgesichert, berichtete der DLRG-Bezirksleiter.