Richard-Linde-Weg

In die Stadtteilschule werden 24 Millionen Euro investiert

Richtfest an der Schule Richard-Linde-Weg: Schulleiter Andreas Nast und Schulsenator Ties Rabe.

Richtfest an der Schule Richard-Linde-Weg: Schulleiter Andreas Nast und Schulsenator Ties Rabe.

Foto: Thomas Voigt

Lohbrügge. Zwei Gebäude stehen im Rohbau, das dritte soll 2021 fertig sein: Die Stadtteilschule Richard-Linde-Weg feierte Richtfest.

Lohbrügge.  Eines der größten Schulbauprojekte von Hamburg wird derzeit am Richard-Linde-Weg in die Tat umgesetzt. Bis zum Frühjahr 2021 entstehen dort an der Stadtteilschule drei neue Gebäude mit Klassen- und Fachräumen, Verwaltungstrakt und Eingangshalle. Lediglich die Aula und die beiden Sporthallen bleiben erhalten, ansonsten wird die Schule mit einer Investitionssumme von 24 Millionen Euro komplett neu errichtet – mit 400 Steckdosen, 155 Heizkörpern, 1050 Quadratmetern Aluminiumfassade. Das zweigeschossige Verwaltungsgebäude und einer der beiden dreigeschossigen Unterrichtstrakte hatten gestern Richtfest. Das dritte Haus wird errichtet, wenn die beiden anderen bezogen sind und ein weiterer Altbau abgerissen werden kann.

Statt 500 nun 900 Schüler

„Wir treffen mit dieser Schule die richtigen“, erklärte Schulsenator Ties Rabe (SPD) bei der Richtfeier. Er erinnerte daran, dass zu Beginn seiner Amtszeit vor gut sieben Jahren stets gebangt wurde, ob zur Einschulung am Richard-Linde-Weg auch drei fünfte Klassen zustande kämen. Inzwischen ist die Schülerzahl von unter 500 auf etwa 900 gestiegen, In diesem Jahr wurde erstmals in der Geschichte der Schule sechszügig eingeschult. „Ihre wachsende Beliebtheit verdankt diese Stadtteilschule ihrem systematisch verjüngten und hochmotivierten Lehrerkollegium“, lobte der Senator.

„Jährlich eine halbe Elbphilharmonie“

Laut Rabe ist die Zahl der Schüler in Hamburg seit 2011 um 10 Prozent, die der Lehrer gar um 20 Prozent gestiegen. Die Mittel für Schulbau wurden im selben Zeitraum um 150 Prozent erhöht. „Wir geben jährlich etwa 350 Millionen Euro für den Schulbau aus“, rechnete der Senator vor. „Das ist ungefähr so viel wie eine halbe Elbphilharmonie.“

Altbauten hatten schlechte Noten

Ursprünglich war am Richard-Linde-Weg nur eine gründliche Sanierung der Altbauten vorgesehen, für acht Millionen Euro. „Als gestandene Schulmeister in der Behörde benoten wir aber unsere Gebäude, und das Ergebnis waren Neubauten“, so Schulsenator Rabe.

Trotz Regenflut im Zeitplan

Schulleiter Andreas Nast dankte den Planern und Baufirmen für den eingehaltenen Zeitplan – trotz des einen oder anderen Rückschlags. Beim Starkregen am Himmelfahrtstag waren auch alte und neue Schulräume geflutet worden.