Spielscheune

Laser-Parcours soll die größeren Kinder locken

Philipp (10) und Mark (5) Weibert gucken sich schon mal in dem neuen Laserraum um. Dienstag wird er eröffnet.

Philipp (10) und Mark (5) Weibert gucken sich schon mal in dem neuen Laserraum um. Dienstag wird er eröffnet.

Foto: Christina Rückert / BGZ / Christina Rückert

Neuallermöhe. Die neue Attraktion, die Dienstag öffnet, bietet Spaß auch für Große: Die Spieler müssen sich durch Laserstrahlen winden.

Neuallermöhe.  Über die Arche klettern, den Plastikberg hinabrutschen oder im Bällebecken „baden“: Vor allem kleinere Kinder lieben es, durch die „Spielscheune der Geschichten“ am Marie-Henning-Weg zu toben. Nun aber wird die zehn Jahre alte Einrichtung auch für ältere Kinder interessant: Kommenden Dienstag eröffnet hier ein Laser-Parcours, in dem Kleine und Große ihre Geschicklichkeit zwischen wandernden Laserstrahlen beweisen können.

„Das ist bestimmt auch etwas für einige Erwachsene“, ist Geschäftsführerin Annette Kalkowski überzeugt. Denn in dem dunklen Raum, den ein Künstler derzeit noch mit Motiven aus dem Weltall bemalt, ist akrobatisches Können gefragt. Mehr als ein Dutzend Laserstrahlen werden dort in den Raum geworfen und dürfen nicht berührt werden.

Zeitstrafe mit Blitz und Donner

„Es ist ein Spiel auf Zeit“, sagt Annette Kalkowski. Möglichst zügig müssen die Teilnehmer unter den Laserstrahlen hindurch oder über sie hinweg klettern, ohne sie zu berühren: Das gäbe eine Zeitstrafe – begleitet von Blitz und Donner. Am Anfang und Ende wird ein Buzzer gedrückt – so wird die Zeit gestoppt. Unterschieden werden drei Schwierigkeitsstufen – stehende Laserstrahlen, sich gleichmäßig bewegende und Laser nach dem Zufallsprinzip.

„Ein Monitor zeigt die High Scores“, sagt Annette Kalkowski. Hier sind aktuell die Namen derjenigen zu lesen, die in den einzelnen Stufen jeweils den Parcours am schnellsten bewältigt haben.

Attraktion hat 40.000 Euro gekostet

40 000 Euro hat der Bau des neuen Laserraums gekostet. Dass künftig jedes Spiel 50 Cent kosten wird, hat weniger mit diesen Kosten zu tun, als vielmehr mit einem anderen Problem. „Die kleineren Kinder würden sonst einfach in den Raum und in das Spiel rennen“, schildert Annette Kalkowski entsprechende Erfahrungswerte. So aber müssen die Kinder sich immer erst einen Chip besorgen, „und warten dann auch geduldig“. Je einen Chip soll es am Anfang übrigens pro zahlendem Kind gratis geben, zudem sollen auch Geburtstagskinder ein Spiel kostenlos erhalten.

Der Laser-Parcours ist aber nicht die einzige Neuheit in der Spielscheune, die für die Renovierung wieder elf Tage geschlossen war. So gibt es eine neue Rutsche im Kleinkindbereich – von einem Privatmann gebaut. Und der Eingangsbereich wurde vergrößert und neu gestaltet, der Märchenraum dafür ein wenig verkleinert.

Auch der Empfangsbereich ist neu

„Tagesgäste und Geburtstagsgäste sind jetzt künftig an den Kassen getrennt“, sagt Kalkowski. Bisher gab es immer zu viel Gewusel an der einen Kasse, wenn sich Gruppen und Tagesgäste überschnitten. Nun wurden eigens Wände herausgerissen und neu aufgebaut, um den Eingangsbereich zu vergrößern. Auch hinter den Kulissen änderte sich so der Zuschnitt einiger Lagerräume. Ebenfalls neu: Künftig gelangen die Kinder direkt vom Spielbereich in den Erzählraum – vorher mussten auch sie durch den Kassenbereich gehen.

Nochmal etwa 20 000 Euro kostete dieser Umbau, sodass die Renovierung trotz der wieder vielfältigen ehrenamtlichen Hilfe mit etwa 60 000 Euro zu Buche schlägt. Finanziert wird dies aus den Rücklagen der Spielscheune.

Das Team hofft nun auf viele neue Gäste. In den vergangenen Wochen war es doch sehr ruhig am Marie-Henning-Weg. Etwa die Hälfte der sonst üblichen Gäste sei wegen der hohen Temperaturen weggeblieben, weiß Annette Kalkowski. „Aber mit dem bevorstehenden Ende der Sommerferien sind unsere Reservierungen wieder ganz normal.“