Bergedorf

Fraktionen einig gegen Glyphosat-Einsatz

Umweltausschuss  Politiker wollen das Pflanzengift aus dem Bezirk verbannen

Bergedorf.  Kein Glyphosat in Hamburg: Nach ausführlichen Diskussionen in den politischen Gremien nun der einstimmige Beschluss im Umweltausschuss der Bezirksversammlung:. Auf Antrag der Linken verabschiedete das Gremium ein Petitum, das sich an Gartenbauer und Landwirte, vor allem aber an den Senat richtet und den Einsatz des giftigen Pflanzenschutzmittels unterbinden will.

Bergedorfs Umweltpolitiker fordern den Bezirksamtsleiter auf, mit der Landwirtschaftskammer, in Abstimmung mit dem Gartenbauverband und weiteren Vertretern der Branche, auf die Schaffung einer glyphosatfreien Zone im Bezirk hinzuwirken. Zweitens soll der Bezirk bei den zuständigen Fachbehörden dafür werben, dass in Pachtverträgen für landwirtschaftlich genutzte städtische Flächen ein Verbot für den Einsatz von Glyphosat verankert wird, wie es ihn in vielen Kommunen bereits gibt. Zudem sollen die Behörden prüfen, ob die Chance besteht, auch auf Flächen im Privatbesitz den Einsatz des Pflanzengifts zu verbieten.

Pflanzengift auf städtischen Pachtflächen verbieten

Unabhängig von diesen restriktiven Optionen wollen Bergedorfs Fachpolitiker auch geprüft wissen, ob es Möglichkeiten gibt, einen finanziellen Ausgleich für landwirtschaftliche Betriebe zu leisten, die freiwillig auf Glyphosat verzichten. Schließlich soll der Bezirksamtsleiter beim Senat für eine Bundesratsinitiative werben mit dem Ziel, ein generelles Verbot von Glyphosat in der EU zu erreichen.

Eine ähnliche Anti-Glyphosat-Initiative gibt es bereits im Bundesland Thüringen.