„Hier werden Nachfolgearbeiten vernachlässigt“

Betr.: „Straßenlaternen in Bergedorf werden intelligent“, Bergedorf-Seite vom 26. 4. 2018

Tolle Möglichkeiten, die sich aus dem Wunderwerk ergebeben. Man könnte während des täglichen Stauwahnsinns, zwischen der BMW-Niederlassung an der Bergedorfer Straße und der Vierlandenstraße entspannt im Internet surfen oder spielen, um sage und schreibe fünf Ampeln zu überstehen. Dank WLAN. Wobei eine zusätzlich geplante Ampel am geplanten neuen Forum (Gewerkschaftshaus) für weitere Staus sorgen wird. Kommentar aus dem Bergedorfer Rathaus „Auf eine Ampel mehr kommt es nicht an.“ Was für eine Aussage.

Eine Ampelschaltung für einen flüssigen Verkehr ist nicht möglich oder nicht erwünscht. Also werden die Abgase weiter in die Luft geblasen, Benzin und Zeit verschwendet.

Einen Vorteil sieht Herr Lindemann in der Energieeinsparung durch LED-Leuchten. Alles euphorisch und mit viel Energie geplant. Aber vielleicht sollte man auch die kleinen Macken nicht außer Acht lassen.

Mit viel Aufwand wurde die Fußwegbeleuchtung nach der Umgestaltung des Sachsentores gefeiert und als innovativ bezeichnet. Nur wenige Monate später waren einige der in den Boden eingelassenen Leuchten nicht mehr funktionsfähig, wurden schließlich zugeteert.

Nach der Sanierung der Alten Holstenstraße wurden die neugepflanzten Bäume mit Beleuchtungskörpern versehen, die selbst im Sommer bei Tageslicht leuchten. Eine Zeitschaltung hat man wohl übersehen. Im vergangenen Jahr habe ich auf diese unsinnige Verschwendung bei den Bergedorf-Gängern, in den Geschäften und zu guter Letzt bei der SPD reklamiert. Sie brennen jedoch wieder.

Ich bin sehr wohl für Verbesserungen. Aber man hat das Gefühl, hier werden erst mal Planung und Ausführung publikumswirksam angekündigt, danach aber alle Nachfolgearbeiten vernachlässigt.

Lutz Fichtner

21029 Hamburg