Einkaufszentrum

CCB-Manager sieht Leerstand eher gelassen

CCB-Manager Lutz Müller im Neubau des Einkaufzentrums.

CCB-Manager Lutz Müller im Neubau des Einkaufzentrums.

Foto: Jan Schubert / BGZ

Bergedorf. CCB-Manager Lutz Müller sieht freie Flächen als Chance für moderne Konzepte. Leerstände sollen bald verschwinden.

Bergedorf.  Seit Kurzem ist es leer im Foyer des CCB-Fachmarktzentrums: Die Bäckerei „Von Allwörden“ mit Kaffee-Lounge ist verschwunden. Theke, Sessel und sonstige Ausstattung wurde abmontiert, stattdessen steht hier nun eine kleine Pyramide aus Blech. „Das ist eine Abdeckung für die Strom- und Abwasserleitungen, damit keine Kinder hineinfassen“, erklärt Centermanager Lutz Müller. Doch das soll nicht lange so bleiben.

Interessenten für Nachfolge des Cafés von Allwörden

Müller hat Gespräche geführt mit drei Interessenten und favorisiert die Neubesetzung erneut mit einem „gastronomisches Thema“. Der 53-Jährige verfällt beim Stichwort Leerstand im CCB nicht in Panik. Zur freien Bäckerei-Fläche sagt er: „Ihre Bestuhlung war auf 140 Quadratmetern Fläche einfach zu groß.“ Zudem endete nach zehn Jahren der Mietvertrag.

Flächen im Altbau für neue Mieter zusammengelegt

80 Geschäfte buhlen im CCB täglich um die Gunst von 25 000 Besuchern. Diese Gäste mögen sich bisweilen wundern, warum etwa die 71 Quadratmeter des ehemaligen „Café Fees“ im Obergeschoss des Neubaus längere Zeit ungenutzt waren. Oder die nebeneinander liegenden 400 Quadratmeter zweier Bekleidungsanbieter nahe des Ausgangs Richtung Sachsentor.

Engbers erweitert sich gerade

Manager Müller beunruhigt das nicht. Für die 400 Quadratmeter stehe man mit vier Interessenten in guten Verhandlungen. „Café Fees“ wurde ersetzt durch das Wäschegeschäft „Herzog & Bräuer“, der seine bisherige Lage im Altbau für die Erweiterung des Textilanbieters Engbers räumte. Die Fläche des „Teehus“ – der Betreiber zog sich aus gesundheitlichen Gründen zurück – soll spätestens Mitte Mai durch einen Online-Geschenkehandel ausgefüllt sein.

Flächen an die richtigen Mieter vergeben

Müllers Grundsatz: „Wir haben da eine gewisse Gelassenheit und wollen bezüglich der Leerstände nicht das Schnelle, sondern das Richtige tun.“ Denn neben der Berücksichtigung von Vertragslaufzeiten, langfristigen Konzepten und Veränderungen der Nachfrage zieht sich so manche Verhandlung mit interessierten Einzelhändlern über ein halbes Jahr hin – gefolgt von monatelangen Umbauten, auch weil Ladenbauer aufgrund voller Auftragsbücher nicht ad hoc zur Verfügung stehen. Müller sieht auch im Finden und der Schulung von geeignetem Personal „einen sehr wichtigen Faktor“.

Unter anderem Juwelier und Reisebüro gewünscht

„Ein Shopping-Center verändert sich grundsätzlich langsam aufgrund längerer Vertragslaufzeiten von 10, 15 oder 20 Jahren. Doch nichts langweilt mehr als ein Center, wo sich gar nichts verändert“, sagt Müller. Doch der Mann, der seit 2014 die Geschicke des CCB führt, versucht immer, das Center zu optimieren. Er könnte sich noch ein Reisebüro, einen Hörgeräteakustiker oder einen Juwelier gut vorstellen.

Leerstände sieht Lutz Müller langfristig eher als Chance denn als Problem. u Bergedorfs Vorzeige-Einkaufsstraße Sachsentor, momentan mit einigen verwaisten Geschäften, mag sich der CCB-Manager nicht äußern. „Klar ist, dass wir als Center bei Flächen und eventuellen Umbauten flexibler agieren können.“