Bergedorf

Nach dem Job ein Ehrenamt

Hans-Jürgen Gäth Oberster Verkehrspolizist geht in Pension

Bergedorf.  Straßenschilder, Sperrungen, Kontrollaktionen: Als Chef der Verkehrspolizei im Kommissariat 43 am Ludwig-Rosenberg-Ring hat Hans-Jürgen Gäth acht Jahre lang entscheidende Themen im Bezirk mitbestimmt. Nun geht der 60-Jährige in Pension – und hinterlässt „wirklich ganz tiefe Fußspuren“, wie Kommissariatsleiter Hans Siebensohn sagt. Den „unaufgeregten, ruhigen und sehr versierten Kollegen“ schätzten viele Beamte auch für seinen Fleiß.

Und so wurde dem Jenfelder, der jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit nach Bergedorf geradelt war, ein besonderer Abschied zuteil: Streifenwagen- und Krad-Eskorte holten ihn an seinem letzten Arbeitstag zu Hause ab. Nach einem Mittagessen gab es dann noch eine Abschiedsrunde über die Deiche der Vier- und Marschlande und schließlich Kuchen im Kommissariat.

Acht Jahre lang hat der Erste Polizeihauptkommissar die Abteilung Verkehr (22 Mitarbeiter) geleitet. 2010 war er dafür aus Altona nach Bergedorf gekommen. Den Bezirk kannte er aber schon aus seinen früheren Jahren: 1984 bis 1987 hatte er bereits Dienst in der alten Wache an der Lohbrügger Landstraße geleistet.

Nun endet die berufliche Laufbahn wiederum in Bergedorf. Und Hans-Jürgen Gäth hat sich im vergangenen halben Jahr „bewusst gemacht, dass ich mir wohl neue Tätigkeitsfelder suchen muss“, wie er sagt. Langweilig werde ihm aber sicher nicht: Mit Ehefrau Elke ist er bereits gemeinsam im Ruderverein. Und dann ist da noch ein Herzensprojekt, um das sich beide kümmern wollen. Sie unterstützen ein schulisches Entwicklungsprojekt, das ihr Sohn im Osten Senegals initiierte: „Wir wollen einen Verein gründen.“