Arbeitsmarkt

Freie Lehrstellen etwa im Lebensmittelhandwerk

Bergedorf.  Die Zahl der Arbeitslosen in Bergedorf ist im März 2018 gegenüber dem Februar um 138 Personen auf 5199 gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat März 2017 ist dies allerdings ein Anstieg um 120 Personen oder
2,4 Prozent. Die Bergedorfer Arbeitslosenquote sank laut Agenturleiter Ulf Fock von
7,7 Prozent im Februar auf
7,5 Prozent im März; vor einem Jahr lag sie bei 7,3 Prozent. „Mit dieser Quote liegt Bergedorf unter den sieben Hamburger Bezirken unverändert an fünfter Stelle“, sagt Fock. Mit der jüngsten Veränderung im März ist der Bezirk Bergedorf Schlusslicht.

„Die Zunahme zum Vorjahresmonat ist ein Sondereffekt, der sich durch den Zuzug vieler Flüchtlinge und Schutzsuchender in die Wohnsiedlung Gleisdreieck am Mittleren Landweg erklären lässt“, erläutert Bergedorfs Agenturchef. Sobald Personen aus dieser Kundengruppe einen anerkannten Status haben, erhalten sie laut Fock keine Leistungen nach dem Asylbewerberberechtigungsgesetz mehr, sondern müssen sich arbeitslos melden und Leistungen nach Hartz IV beantragen.

In diesem Rechtskreis ist die Anzahl der Ausländer gegenüber dem Vorjahresmonat um 20,3 Prozent oder 272 Personen gestiegen. Gegenüber dem Februar 2018 hat sich die Zahl aber bereits um 48 Personen verringert. Fock: „Dieser Personenkreis ist auf dem Arbeitsmarkt unter anderem wegen fehlender Sprachkenntnisse und fehlender formeller beruflicher Abschlüsse nur sehr schwer unterzubringen.“

Freie Ausbildungsstellen gibt es 2018 im Bezirk noch im Hotel- und Gastrogewerbe, bei Bäckern und Fleischern, in der Orthopädie- und Rehatechnik sowie in Bau- und in Ausbauberufen.