Vortrag

Steuerflucht und dreckige Geldwäsche

Bergedorf.  Er hat in München Politikwissenschaft studiert und koordiniert das Netzwerk „Steuergerechtigkeit in Deutschland“: Markus Henn arbeitet seit 2010 in Berlin bei der Nicht-Regierungsorganisation „WEED“ (Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung) im Bereich Finanzsystem und Steuern. Auf Einladung von „attac“ kommt er am Mittwoch, 28. März, an den Serrahn 1, um über Steuerflucht und Geldwäsche zu referieren.

Mit den „Paradise Papers“ und den „Panama Papers“ reiße die Kette der Steuerfluchtskandale seit Jahren nicht ab: „Noch immer wehren sich Schattenfinanzplätze und Niedrigsteuerländer, ihr schädliches Geschäft aufzugeben und entwickeln Ausweichmethoden, etwa über den Kauf und Handel von Staatsbürgerschaften und Wohnsitzen“, kritisiert Henn zum Beispiel Irland und Luxemburg – aber auch Deutschland mit seinen „großen Mängeln bei der Geldwäschebekämpfung“.

Wie reiche Privatleute und transnationale Unternehmen handeln, wie Vermeidungsmodelle funktionieren, warum Politiker so nachlässig damit umgehen und die schädlichen Folgen für das Gemeinwesen will Markus Henn in Bergedorf erklären, anschließend Fragen beantworten. Der Eintritt ist frei. Beginn: 19 Uhr.