Bergedorf

Sportstättenbeirat gerecht besetzen

Antrag Kleine Parteien kaum vertreten

Bergedorf.  Der überbezirkliche Beirat Sportstättenbau entscheidet in Hamburg seit 2013 über Investitionen auf Sportanlagen und wurde eingeführt, damit Mitglieder aller Bezirksversammlungen und ihrer Ausschüsse in diesen Fragen beteiligt sind. Doch jetzt mucken die kleineren Parteien auf und fordern mehr Mitspracherecht, weil sie sich nicht genügend im Beirat vertreten fühlen. Über diesen interfraktionellen Antrag aus der Wandsbeker Bezirksversammlung berät der Bergedorfer Fachausschuss für Sport und Bildung heute um 17.30 Uhr im Ruder-Club Bergedorf (Schleusendamm 20).

Insgesamt entsenden alle sieben Bezirke zwei offizielle Vertreter in den Beirat. Für Bergedorf sind dies Sportausschuss-Chef Lars Dietrich (CDU) und sein Stellvertreter Nils Springborn (SPD). „Ich kann die kleinen Parteien aus den größeren Bezirken verstehen, denn die Besetzung des Beirats entspricht nicht den Mehrheiten der Bezirksversammlungen. Wir Bergedorfer haben das immer kollegial gehandhabt“, sagt Dietrich. Sowohl Michael Mirbach (Linke) als auch Frauke Rüssau (Grüne) seien bereits häufiger als Vertretung eingesprungen.

Der Sportstättenbeirat tagt zweimal im Jahr. Der erste Termin ist im Januar angesetzt, um die Projekte des Jahres abzusegnen und Mittel für die Bezirke zu verteilen. Im November trifft sich das Gremium erneut für einen Rückblick. Dieses Jahr sind im Bezirk Bergedorf zwei Maßnahmen beschlossen worden. Zum einen wird der Umbau des Sportplatzes des SV Nettelnburg/Allermöhe am Katendeich (150 000 Euro) vom Grand- zum Kunstrasenplatz vorbereitet. Zum anderen soll der „Sportplatz 2000“ in Neuallermöhe (350 000 Euro) umgebaut werden.