Stadtreinigung

Die „Waste-Watcher“ patrouillieren durch Bergedorf

Stadtreinigung Stärkere Kontrolle im Kampf gegen den Müll

Bergedorf.  Seit Jahresbeginn sind die „Waste-Watcher“ der Hamburger Stadtreinigung in Zweierteams unterwegs durch die Bezirke: „An drei Tagen bin ich für Bergedorf, an zweien für Harburg zuständig“, erzählt Robert Dahlke, ehemaliger „Kümmerer“ in Neuallermöhe. Mit seinem Kollegen Joe Katicććć lief er gestern durch Bergedorfs Fußgängerzone und kontrollierte die Mülleimer: „Wenn die unten aufklappen, überlaufen oder sogar ein Müllbeutel daneben steht, informieren wir sofort die Reinigungskolonne.“

Im Sachsentor sei jedoch selten viel Müll – bis auf Zigarettenkippen: „Manche Mitarbeiter stehen rauchend vor dem eigenen Laden und lassen ihre Kippen liegen. Da habe ich schon erfolgreich drauf hingewiesen, jetzt machen sie das seltener“, meint der „Waste-Watcher“. Insgesamt 19 Kollegen (darunter zwei Frauen) treffen sich jeden Morgen am Pinkertweg in Billbrook und legen ihre Routen fest, um Hamburg „gepflegt und grün“ zu machen. Sie patrouillieren in den Straßen und Grünanlagen, im Sommer natürlich auch an den Badeseen.

Er habe schon Sperrmüll neben einem Glascontainer gefunden oder einen alten Schrank voller Akten, so Dahlke: „Da habe ich sogar Adressen gefunden. Und einmal eine zerrissene Lohnabrechnung. Die konnte ich wieder zusammensetzen und den Namen ausfindig machen.“ Das Wirksame an ihren neuen Jobs sei, dass sie nicht nur schimpfen: „Wir dürfen die Personalien aufnehmen und die Leute schriftlich verwarnen, mit einem Bußgeld drohen.“

Mehr Reinigungsmaschinen, Fahrzeuge und 1000 zusätzliche Mülleimer (etwa am Eichbaumsee) begleiten die „Sauberkeitsoffensive“. Unter www.sauberes.hamburg.de haben bereits 116 Bergedorfer ein „Sauberkeitsabkommen“ unterschrieben. Zudem stellen sich neun „Botschafter“ vor, darunter Andreas Laitenberger, Chef der Lola-Bar: „Ich will, dass mein Stadtteil Bergedorf auch nach außen und damit auch in den Augen anderer zu einer Perle wird.“

Und vom 19. bis 28. März läuft wieder die große Aktion „Hamburg räumt auf“: Privatleute, die Sportplätze, Schulhöfe oder Gräben aufräumen wollen, können sich anmelden.